SAARBRÜCKEN/LUXEMBURG
LJ MIT DPA

Deutschland/Luxemburg: Grenzübergänge Remich und Bollendorf wieder offen

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer hat zwar entschieden, die an den Binnengrenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Dänemark, Italien und Spanien am 16. März vorübergehend wiedereingeführten Grenzkontrollen um weitere 20 Tage bis zum 4. Mai zu verlängern, weil er darin ein Mittel sieht, um Infektionsgefahren durch das Corona-Virus weiter erfolgreich einzudämmen und Infektionsketten zu durchbrechen. Allerdings gibt es punktuell trotzdem Erleichterungen.

Im Saarland werden so die Grenzübergänge nach Remich in Luxemburg und von Kleinblittersdorf nach Frankreich geöffnet. Das kündigte Ministerpräsident Tobias Hans gestern an. „Gerade den Menschen, die tagtäglich zur Arbeit über die Grenzen pendeln, dürfen wir nicht zu große Steine in den Weg legen. Es ist nicht in unserem Sinne, wenn sie kilometerlange Umwege in Kauf nehmen müssen“, sagte der CDU-Politiker einer Mitteilung zufolge. Die Öffnung erfolge „zeitnah“, sagte ein Regierungssprecher der dpa, laut Angaben der deutschen Botschaft in Luxemburg noch an diesem Wochenende.

Kilometerlange Umwege vermeiden

Die Bundespolizeidirektion Koblenz kündigte zudem die Öffnung des Übergangs Bollendorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm) nach Luxemburg an. Die Übergänge sollten demnach wohl noch gestern Abend geöffnet werden. Am 20. März waren sämtliche Grenzübergänge zwischen Deutschland und Luxemburg bis auf sieben geschlossen.

Die Grenze war nunmehr nur noch an folgenden Stellen passierbar: Echternach, Grevenmacher, Mesenich (A1), Wasserbillig, Wormeldange, Schengen (Autobahn und Nationalstraße). Dank intensiver diplomatischer Kontakte und der Kooperation mit der luxemburgischen Zollbehörde, konnte mit der deutschen Regierung eine Einigung erzielt werden, laut der 50 luxemburgische Zollbeamte die deutschen Bundespolizei unterstützen. Am Freitag, den 20. März um 18.00 haben die ersten Beamte ihre Posten bezogen und so konnte die Öffnung der Übergänge in Dasburg und Vianden garantiert werden.

„Die Kooperation in der Großregion über die Grenze hinweg ist trotz oder sogar wegen der Corona-Pandemie besonders wichtig. Wir müssen insbesondere an die Menschen denken, die täglich zur Arbeit über die Grenze pendeln. Ihnen müssen möglichst kilometerlange Umwege erspart bleiben. Daher freut es mich sehr, dass für die Pendler aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Luxemburg ab Montag ein zusätzlicher Grenzübergang zur Verfügung steht“, teilte der deutsche Botschafter in Luxemburg, Heinrich Kreft, mit. Der luxemburgische Minister für auswärtige und europäische Angelegenheiten, Jean Asselborn, zeigte sich seinerseits in einer Mitteilung erfreut über die Öffnung von zwei weiteren Grenzübergängen nach Deutschland.

„Diese Entscheidung wurde ermöglicht nach einem Gespräch gestern zwischen Minister Asselborn und Hans-Georg Engelke, Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat“, heißt es. Bei dieser Gelegenheit hat Minister Asselborn daran erinnert dass die Schließung von insgesamt elf Grenzübergängen zwischen Luxemburg und Deutschland für viele Bewohner der Grenzregion, darunter vor allem viele Pendler, lange und unnötige Umwege mit sich bringt.

Minister Asselborn hat auch die Notwendigkeit unterstrichen eine Vereinfachung der Grenzkontrollen herbeizuführen.