CLAUDE KARGER

Voll cool, der Youtube-Clip „Wat weess d’Jugend vu Lëtzebuerg iwwert Lëtzebuerg?“, für den zwei Düdelinger Schüler einige KumpelInnen befragten. Voll krass die Antworten: Vor allem, dass in dem nur ein paar Kilometerquadrat fetten Nachbarland von Belgien, Deutschland, Frankreich, Holland und der Schweiz mit seinen 10 Millionen Einwohnern der Rapper Bandana bekannter ist, als der künftige Großherzogtumschef, der für einige der Interviewpartner gar etwas ... Präsidentschaftliches an sich hat. Gute Chancen im Republik-Szenario also. Allerdings wird die entsprechende Petition kaum genug Unterschriften raffen. Aber Zeiten ändern sich. Wer hätte etwa gedacht, dass der Erzbischof auf die „Wort“-Frage „Wo sehen Sie die Kirche in fünf Jahren?“ wehklagen musste: „Ich bin kein Prophet, das ist schwer zu sagen, wir sind eine Kirche die zu einer Minderheit geworden ist“. Die Jugend bleibe den Altären fern. Aber warum nicht mal ein Hochamt in Rap? Oder „Pimp my church reloaded“? „Reloaded“ hat „CSV-Kim“ Claude W. - scribit „Wort“ - bei seiner Krönungsmesse die Idee der Kommunallandschaft vom Reißbrett, zementiert durch ein Referendum. Damit habe sich das Zugpferd der Partei, die in Sachen Kirchenfabriken derart um die Gemeindeautonomie bangt, laut „Wort“ bereits „erste Schürfwunden“ zugezogen. Und dabei hat sein Marathon-Galopp gerade erst begonnen.