CLAUDE KARGER

Die Sozialistenmenschen-Sommerakademie hat den „Wort“-Wochenrückblicker enttäuscht: „Etwas Frontalunterricht, fertig. So schafft man keine Schönwetterfront; die von Links aufgezogenen Gewitterwolken bleiben der LSAP erhalten“. Uns erhalten bleibt auch das gewerkschaftliche „Rentrées“- Säbelgerassel: „Bei so viel heißem Herbst, wie in der Vergangenheit verkündet wurde, müsste der Klimawandel längst schon Realität sein und der Sommer sich bis Weihnachten erstrecken“, stichelt das „Wort“, das auch den Premier in die Pfanne haut. Ein übermüdeter Letzterer hatte beim taffen EU-Flüchtlingsgipfel in einem Moment der Schwäche verhaspelnderweise Kroatien aus der Union geworfen. Dafür gibt es Null Nachsicht von der strengen Erzbistumszeitung. Nun, „was Luxemburg wirklich bewegt“, glossiert einer im „tageblatt“, ist „der Wolf, der bald wieder durch unsere Wälder streift und Frauen und Kinder reißt“. Auch wenn der Naturverwaltungsboss das abstreite, „weiß doch jedes Kind, dass Wölfe mit Vorliebe alte Frauen und Geißlein fressen“. Na, was knabbert Isegrim denn nun am liebsten? Knabbern sollte man nach Handshakes jedenfalls nicht an den Griffeln. Da könnten nämlich fremde Bazillen dran kleben, warnt das „t“ und rät zur „Juncker-Begrüßung“, „d.h. hemmungsloses Küssen auf die Wangen“. Nicht wirklich appetitlicher.