PASCAL STEINWACHS

Unbeachtet von der Weltöffentlichkeit wird derzeit im grässlich-hässlichen Brüssel ein Jubiläum der besonderen Art begossen, nämlich 100 Tage Juncker-Kommission, was aber nicht verhindert, dass „die Stimmung weitgehend ernüchtert“ ist, wie die Erzbistumszeitung die Chose gestern zusammenresümierte. Der „glänzende Lack“, der Juncker seine „kühne, mit Humor zugespitzte und vielversprechende Rede vor versammelter Weltpresse“ eingebracht habe, habe nämlich - LuxLeaks sei Dank - „keine 24 Stunden“ gehalten, woraufhin der neue Kommissionschef erst einmal „fünf Tage lang von der Oberfläche“ entschwand (vom „Feierkrop“ gemeinhin mit Unter-den-Tisch-kriechen umschrieben). Seitdem ist viel passiert, den Presseraum der Kommission hat Juncker „seit Ende November“ jedoch trotzdem „nicht mehr betreten“.

Gänzlich andere Problemchen hat seinerseits der „Wort“-Leitartikler, der gestern daran erinnern musste, dass zuweilen auch Schokoriegel umgetauft werden: „Raider heißt jetzt Twix“. „Warum können nicht auch wir einfach so bleiben wie wir sind?“, trauert der Schreibermensch dann auch der guten alten Raider-Zeit nach, aber schließlich heißt Schulmädchenreport inzwischen ja auch youporn, und das ist doch immerhin ein Fortschritt...