LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Verteilung binnen zwei Tagen an alle Kommunen - Ab Montag erhalten alle Einwohner fünf Schutzmasken

Beim großherzoglichen Rettungskorps CGDIS war man auf den „Masken“-Beschluss der Regierung und die von SYVICOL und Innenministerium initiierte Verteilung an die Kommunen bereits gut vorbereitet. Schon in den letzten Wochen wurden chirurgische Masken, insgesamt 3,5 Millionen Stück, gesammelt, dokumentiert und gelagert. Dabei hatte man sogar an den schlimmsten Fall, etwa ein Feuer oder einen Wassereinbruch an einem der Lagerplätze, einkalkuliert und die Masken dezentral deponiert.

Gemeinschaftsaktion von SYVICOL, Innenministerium und CGDIS

Die in einer Gemeinschaftsaktion von SYVICOL und Innenministerium nach einer sechseinhalbstündigen Arbeitssitzung am Mittwoch beschlossene Verteilung der Masken an 102 Gemeinden wurde folglich auch an das CGDIS übertragen. Unmittelbar danach wurde dort mit der Planung für eine schnelle Umsetzung begonnen, die Arbeiten zogen sich bis in die Nacht hinein. Schon gestern konnten die ersten Paletten an Gemeinden im Osten ausgeliefert werden, die jeweilige Menge berechnete sich nach der Einwohnerzahl – jeder Bürger erhält fünf Masken. Bis heute soll die Verteilung im ganzen Land abgeschlossen sein.

Beim CGDIS legt man aber Wert darauf, dass die Verteilung der Masken kein primäres Einsatzmaterial und schon gar keine diensthabenden Einsatzkräfte bindet. Die Paletten wurden mit sogenannten Mehrzweckfahrzeugen, in der Regel Lkw mit Abrollcontainer, verteilt, die ansonsten bei Aufräumarbeiten oder Hochwasser eingesetzt werden. Die Arbeit übernahmen dienstfreie Helfer.

Die Paletten mit den Masken wurden und werden den Kommunen auch nicht einfach vor das Gemeindehaus gekippt. Im Gegenteil, um eine ordentliche Abnahme vor Ort zu garantieren, wurde beim CGDIS extra eine mit vier Mitarbeitern besetzte Dispatching-Hotline eingerichtet, um sich mit den Gemeinden über den genauen Abladeort abstimmen zu können.

Einzelverteilung durch die Kommunen

Vom Moment des Abladens an geht die Verantwortung für die Maskenlieferung vom CGDIS an die jeweilige Gemeinde über, die auch die Verteilung vor Ort übernehmen soll. Gibt es dabei Schwierigkeiten, können sich die Bürgermeister mit einer Bitte um Unterstützung auch an die lokalen Einsatzkräfte wenden.

In den Schulen werden übrigens zusätzliche Masken verteilt werden.

Ab Montag Maskenpflicht in Bus undBahn und dort wo es eng ist

Wie lange der persönliche Vorrat an fünf Masken ausreicht, kommt auf die Nutzung des oder der Einzelnen an. Das Tragen der Masken ist überall da vorgeschrieben wo der Mindestabstand von zwei Metern nicht einzuhalten ist und im Öffentlichen Transport sowieso. Da die Masken mehr dem Schutz des Gegenübers als dem Eigenschutz dienen kann man im Notfall auch auf Stofftücher und Schals zurückgreifen.

Kleine und große Gemeinden kündigen Verteilung an

In den kleineren Gemeinden kann die Verteilung noch von Haus zu Haus erfolgen. Beispielsweise werden in Larochette (Fiels) die Masken am Montag von 09.00 bis 17.00 durch Mitarbeiter der Gemeinde, unterstützt vom CGDIS, verteilt. In jedem Haushalt sollte am 20. April ein Erwachsener, der sich ausweisen kann, bereitstehen um die Masken – mit gebührendem Abstand - entgegen zu nehmen.

Ganz andere Wege muss die Stadt Luxemburg mit rund 110.000 Einwohner gehen. Dort werden die fünf Masken pro Bürger namentlich mit der Post verteilt.

Aber kleine und große Gemeinden erinnern die Bürger daran, dass die geltenden Abstandsregeln auch mit einer Schutzmaske einzuhalten sind.