CLAUDE KARGER

„Geheimdienst schützt Garten und Heim“ titelte am Samstag leicht kryptisch das „tageblatt“. Was, kann man die Agenten nun etwa als Aufpasser mieten? Vielleicht in ein paar Monaten, denn der „Spëtzeldéngscht“ soll ja reformiert werden. Wenn ihn die Affären von gestern und vorgestern nicht vorher schon hinweg gefegt haben. Was da wohl noch an Skandalen im Archiv schlummert - pardon in den Archiven, die wohl nicht nur an der route d’Esch und in Senningen, sondern zum Teil bei einigen Agenten zuhause liegen dürften? Die Bomben-Affäre jedenfalls, so das „t“, ist mittlerweile „nicht nur beim Staat der Märchenonkel Jacques Santer und Charles Hoffmann angekommen, sondern auch bei den noch aktiven Spitzenpolitikern“ des „CSV-Staates“. Die Zeiten aber, in denen man unter dem schwarzen Schirm nicht nass wurde, sind vorbei. Denn der hat mächtige Löcher und droht zusammen zu klappen. Für immer mehr Geheimnisträger wird es da ungefährlicher, kurz im Regen zu stehen. Kein Wunder dass ganz oben im Staate die Nerven blank liegen. „Glücklich das Land, das sich momentan mit einer Affäre wie der des „Bommeleeër“ beschäftigen kann“, meinte unsere EU-Kommissarin im „t“ zu der Angelegenheit mit Staatskrisenpotenzial. Aber die Dame hat halt einen schwarzen Humor.