CLAUDE KARGER

„Luxemburg wird weiter mit einer 150 Jahre alten Verfassung funktionieren müssen, einer Verfassung, die offensichtlich besser zur CSV passt als eine des 21. Jahrhunderts“, wetterte gestern ein Kommentator in den „T“-Spalten. Es wird also keinen großen Wurf geben, sondern ein „Verfassungsreförmchen“ wie das „T“ weiter schreibt, „scheibchenweise“, so das „Wort“, wird das bestehende Grundgesetz, an dessen Generalüberholung seit 15 Jahren unter maßgeblicher CSV-Chefbeteiligung gewerkelt wurde, nun nachgebessert. „Wir haben festgestellt, dass der große einmalige Wurf nicht gelingen kann, weil die Änderung der Verfassung ein fortlaufender Prozess ist“, meinte der Boss der größten Oppositionspartei im „T“, der dem Blatt zufolge im Juli „quasi aus heiterem Himmel und anscheinend auf Betreiben eines Ostdeputierten“ neue Forderungen stellte, damit die CSV sich hinter die ausgemachte Vorgehensweise stellt. Nun mussten die Christsozialen gestern extra eine Pressekonferenz veranstalten, um zu sagen, „datt si sech bei der Verfassung net de schwaarze Péiter wëll zouschoustere loossen“, wie RTL online schrieb, „d’Situatioun wier op alle Fall iwwerhaapt keng Konsequenz vun iergendenger Haltung vun der CSV“. Ja, die Sache mit der Haltung! Uns dünkt, die Nase des Schwarzen Peters hat einen deutlichen orangen Schimmer...