LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Erstes „City Breakfast“ mit Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer und Schöffin Sam Tanson

Zwei Damen - Bürgermeisterin Lydie Polfer und Schöffin Sam Tanson - waren gestern Gastgeberinnen des „City Breakfast“ in der Hauptstadt. Wie Lydie Polfer unterstrich, präsentiert sich der Gemeinderat der Stadt Luxemburg nun, im Anschluss an die Parlamentswahlen vom 20. Oktober, „quasi paritätisch“. Von den 27 Mitgliedern der Gemeinderats sind 13 Frauen und 14 Männer. Im Schöffenrat der Hauptstadt sitzen derzeit fünf Frauen und ein Mann (Patrick Goldschmidt).

Zurzeit sei man in der Hauptstadt voll in den Budgetdiskussionen, so die Bürgermeisterin, die die für 2014 vorgestellte Haushaltsvorlage als „equilibréiert“ wertete. Auch verfüge die Stadt Luxemburg noch über Finanzreserven, um den großen Herausforderungen der Zukunft entgegen zu blicken. Da Luxemburg nach wie ein attraktiver Standort sei, wachse die Hauptstadt sowohl was die Einwohner als auch die Arbeitsplätze betrifft. Der Wohnungsbau und die Mobilität seinen heute die größten Herausforderungen für die Hauptstadt.

Mit dem Bus zur Silvesterfeier

Wie sie für die Mobilität zuständige Stadtschöffin Sam Tanson berichtete, werden in der Silvester-Nacht (bis 6.30 am 1. Januar 2014) erstmals16 der 25 ALV-Linien in ihrem normalen Takt verkehren. Auch der „City Night-Bus“ CN1 wird in der Silvester-Nacht fahren. Sollte sich diese Neuerung als Erfolg entpuppen, wird es auf andere Feiertage (z.B. Nationalfeiertag) ausgedehnt werden. Weiter teilte Sam Tanson gestern mit, dass Schwarzfahrer künftig verstärkt zur Kasse gebeten werden: Wer beim Schwarzfahrer in der Hauptstadt erwischt wird, muss künftig 150 Euro bezahlen. Damit setzt die Hauptstadt das Gesetz vom vergangenen 13. September auf kommunaler Ebene um. Zuvor waren Strafen in Höhe von 35, 60 oder 160 Euro fällig. Zurzeit sind 19 Kontrolleure beim Busdienst der Stadt Luxemburg tätig.

Ferner teilte Sam Tanson einige Zahlen in Sachen „Budget participatif“ mit. Das online gestellte Budget der Hauptstadt wurde von 2.700 Personen konsultiert. Allerdings fragten nur 100 Personen ein Passwort an, um die Haushaltsvorlage dann auch zu kommentieren.

Wie Bürgermeisterin Lydie Polfer unterstrich, will die Stadt Luxemburg Ende Januar eine große Bürgerbeteiligungs-Kampagne in Sachen Bebauungsplan starten, bevor die Stadtverantwortlichen dann in den einzelnen Vierteln vorsprechen wollen.