BETTEMBURG
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GN Transport will Ende 2017 Quartier in Bettemburg beziehen

Von Kehlen nach Bettemburg: Das schwedische Logistikunternehmen GN Transport will Ende 2017 sein neues Gebäude in Bettemburg in der „Zone d’activités économiques“ Krakelshaff beziehen.

Gestern fand in Anwesenheit von Wirtschaftsminister Etienne Schneider der offizielle Spatenstich statt.

34,4 Millionen Euro Umsatz

Das Geschäftskonzept von GN Transport ist der Transport zwischen Skandinavien und Frankreich – „und natürlich in die andere Richtung“, sagt Per-Olof Nilsson, Managing Director und Gründer der Firma, im Gespräch mit dem „Journal“. „Wir bieten den Partnern maßgeschneiderte Logistiklösungen von Tür zu Tür mit garantierter Lieferung für Teil- und Volllasten an. Mit unseren hundertprozentigen Tochtergesellschaften in Frankreich und Luxemburg sorgen wir dafür, dass man den besten und sichersten Transportdienst während des gesamten Wegs bis zum endgültigen Bestimmungsort erhält.“ Dies sei ein Service, der im Transportgeschäft so ziemlich einzigartig wäre, ergänzt auch Hendrik Nilsson, Sales Manager bei GN Transport. „So stehen unsere Mitarbeiter 365 Tage im Jahr zur Verfügung, um sicherzustellen, dass man jederzeit den persönlichen Service erhält“, wobei hier etwa Wein und Kosmetik, Krankenhausequipment oder auch Teile der Autoindustrie geliefert werden, wie Per-Olof Nilsson mit Blick auf einen Umsatz von rund 34,4 Millionen Euro der Gruppe sagt. Der Standort Luxemburg weist hier 1,7 Millionen Euro aus.

700 Unternehmen im Logistikbereich tätig

So laufen tägliche Fahrten zwischen Schweden und Frankreich/Luxemburg und umgekehrt, „und zwar von unseren eigenen Terminals aus.“ Auch ein Express-Service zwischen Schweden und Frankreich mit Abfahrt alle zwölf Stunden sei möglich, „eben bei einer hohen Liefersicherheit.“

Vor gut zehn Jahren beschloss das Unternehmen, sich in Luxemburg niederzulassen. „Quasi auf halbem Weg“, wie Hendrik Nilsson mit dem hiesigen Unternehmensleiter Martin Rudensjö sagt. Was sich das Unternehmen ambitioniert vorgenommen hat, ist, dass man 2020 rund 40 Prozent des aktuellen Straßenverkehrs auf die Schiene bringen will, „zurzeit sind dies bei uns ungefähr 15 Prozent“, sagt Hendrik Nilsson, was durchaus machbar sei, „nicht zuletzt, wenn wir uns den neuen Standort hier in Bettemburg anschauen, direkt an der Bahnlinie“, sagt Rudensjö. Das Unternehmen bedankte sich ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit mit Gemeinde und Wirtschaftsministerium.

Luxemburg ist ambitioniert

„Und ich bin sehr froh, dass Sie sich vor einigen Jahren für den Standort Luxemburg entschieden haben“, sagt Minister Schneider anlässlich der kleinen Feier auf dem Baustellengelände, denn diese Ansiedlung und Präsenz der Firma stärke auch die Relation Luxemburg-Schweden - mit dem Verweis, darauf, dass Luxemburg seit nunmehr über zehn Jahren dabei sei, den Logistiksektor kontinuierlich auszubauen. „Auch wenn man sehr viel Arbeit mit den notwendigen Umklassierungen hatte“, sagt Schneider. Aber alleine im Bereich der ZAE Krakelshaff und Bettemburg sei man aktuell quasi im Zwei-Monatstakt dabei, Grundsteinlegungen vorzunehmen. „Eine gute Entwicklung“, sagt Schneider im Hinblick auf die insgesamt 700 Unternehmen, die aktuell 13.000 Mitarbeiter im Logistiksektor beschäftigen.