CLAUDE KARGER

Während sich einige deutsche Medien gestern über die herzliche Reaktion von Charme-Bolzen Bettel auf den „Xavier Trinckgeld“-Patzer eines „Wer wird Millionär“-Kandidaten begeistert amüsierten, graben andere kurz vor der Europawahl tief im „Passé“ des Ex-Premiers und EVP-Kommissionspräsidentschaftskandidaten. Unter dem Titel „Der schweigsame Herr Juncker“, kommt der
Online-„Stern auf eine der vielen Affären zurück, die 2013 im Zuge des SREL-Skandals öffentlich wurden: Die Angelegenheit um die angeblichen Konten des ehemaligen kongolesischen Präsidenten und Multimillionärs Pascal Lissouba bei der Bayern LB in Luxemburg. 2006 hatte der SREL den Premier darüber ins Bild gesetzt. Der U-Ausschuss hatte sich im vergangenen Juli zu Recht gefragt, was der Geheimdienst in dieser Angelegenheit zu suchen hatte und die Dokumente nicht umgehend an die Staatsanwaltschaft gingen. Und vor allem warum der oberste SREL-Chef Juncker das nicht veranlasste. Anfragen des „Stern“ dazu habe JCJ nicht beantwortet, heißt es. Was das Magazin zu folgendem Untertitel bewegt: „Über die Europawahl redet Luxemburgs Ex-Premier gern. Zu schwarzen Konten, abgehörten Gesprächen und afrikanischen Potentaten sagt Jean-Claude Juncker lieber nichts“. Fest steht: Die restlichen Wahlkampftage werden noch knallhart.