LUXEMBURG
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ASP: Veterinäre und Förster können Erfahren unter reellen Bedingungen in Belgien sammeln

Und weiter muss sich die Politik mit der Afrikanischen Schweinepest beschäftigen, wenn auch nur über parlamentarischen Anfragen. So möchte die CSV-Abgeordnete Martine Hansen gerne erfahren, wie der Ernstfall ablaufen würde wenn in Luxemburg die Schweinepest auftreten würde. Gibt es eine Art Krisenhandbuch für die Akteure der Landwirtschaft? Und wer kontrolliert die Präventionsmaßnahmen, möchte Hansen gerne von Landwirtschaftsminister Romain Schneider (LSAP) erfahren.

Pläne werden angepasst

Der bestätigt, dass es verschiedene Aktionspläne gibt, in dem die Prozeduren genau definiert seien, falls ein Fall bei einem haus- oder auch Wildschwein auftreten würde. Aktuell sei man dabei, die Pläne den Entwicklungen anzupassen. Für den Ernstfall sei man aufgestellt, die Prozeduren seien bekannt, auch wenn man diesen Ernstfall noch nicht durchgespielt habe, „da es hier zu viele Unbekannte geben würde“, so Schneider. Der Virus sei aktuell einige Kilometer von der Grenze weg, und man müsse alles unternehmen, um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern. Erfahrungen vor Ort unter reellen Konditionen könnten die Luxemburger Behörden, Veterinäre und auch Förster in Belgien sammeln.

Mögliche Auswirkungen auf Transport

Sollte ein Fall in Luxemburg bekannt werden, so würde dieser hauptsächlich Auswirkungen auf den Transport von lebendigen Schweinen haben, nicht aber auf das Schlachten von Hausschweinen, so dass auch weiterhin Schweinefleisch exportiert werden könnte. Hier sei man aktuell in Verhandlungen mit den Nachbarländern, auch in einem Schweinepestfall weiterhin Schweine, die für das Schlachten bestimmt sind, exportieren zu können. Was die Frage nach der Kontrolle der Präventionsmaßnahmen angeht, so führt Schneider aus, dass das Veterinäramt eine Informationsversammlung für alle Schweinebetriebe abgehalten hat und die Betriebe über die Einhaltung der Konditionen bezüglich der Bio-Sicherheit briefte. Auch seien Briefe an alle Betriebe rausgegangen, um sie auf die Risiken aufmerksam zu machen und eventuelle Defizite abzustellen. Über eine sogenannte „prime d’abbatag“ mache man sich bei der Regierung aktuell ebenfalls Gedanken, die man als „indemnité sanitaire“ bezüglich der Aufwandsentschädigung Transport/Analysen ausgeben will.