LUXEMBURG
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Caritas Luxemburg hilft syrischen Flüchtlingen im Libanon und Heimkehrern im Bürgerkriegsland selbst - und ruft zu Spenden auf

Für geflüchtete syrische Familien, die nach Homs zurückkehren, ist es eine schwierige Situation. Viele Wohnungen sind, wenn nicht zerstört, dann verwüstet, die Wände von Einschusslöchern übersäht. Doch auch im Libanon sind die Bedingungen für viele Flüchtlinge alles andere als rosig. So lässt sich eine Bestandsaufnahme von Caritas Luxemburg zusammenfassen. Die Organisation hat sich vor kurzem ein Bild der Lage vor Ort gemacht hat, im Libanon und in Syrien.

Unterstützung für Familien im Libanon

Im Libanon unterstützt die Organisation Familien, indem sie etwa für Nahrung, Unterkünfte oder Bildung sorgt. Caritas-Präsidentin Marie-Josée Jacobs gab zu bedenken, dass beispielsweise im Libanon, wo sich laut UNHCR-Angaben rund eine Million syrische Flüchtlinge aufhalten, Spannungen zur Bevölkerung zunehmen. Schockiert zeigt sich Jacobs darüber, dass syrische Kinder, die im Libanon zur Welt kommen, dort nicht registriert werden und demnach ohne Rechte vor einer sehr ungewissen Zukunft stehen. Für sie es ein „totales No-Go“, diese Kinder „vegetieren zu lassen“. So müsse man, sollte ein Ende des Krieges in Syrien absehbar sein, gegebenenfalls Druck machen, dass Gelder für den Wiederaufbau in Syrien mit der Auflage verbunden werden, diesen Kindern eine Perspektive zu geben. Catherine André zeichnete ein kontrastiertes Bild der syrischen Stadt Homs unweit der libanesischen Grenze. Verschiedene Straßenzüge seien etwa durch Artilleriebeschuss komplett zerstört, andere wiederum unversehrt. „Aber es kehrt wieder Leben ein“, erklärte sie.

In der Stadt identifiziert die Caritas gefährdete Familien und hilft, Wohnungen zumindest wieder bewohnbar zu machen, indem etwa Einschusslöcher in den Wänden repariert werden oder Fenster ersetzt werden. Das sei insbesondere angesichts des Wintereinbruchs wichtig, betonte sie. 2017 hat Caritas Luxemburg zu diesem Zweck ein Helferteam vor Ort zusammengestellt, das sich aus Architekten und Sozialarbeitern zusammensetzt. In der Pilotphase in diesem Jahr seien bislang 55 Wohnungen restauriert worden. Caritas Luxemburg plant, mehr als 270 Familien in den kommenden Monaten auf diese Weise zu helfen, ist dazu aber auf Spenden angewiesen. „Wir brauchen jetzt die Unterstützung der luxemburgischen Bevölkerung“ betonte François Large, Koordinator für humanitäre Hilfe.


Spenden nimmt Caritas Luxemburg unter der Kontonummer

LU34 1111 0000 2020 000 mit dem Hinweis „Un Noël au milieu

des ruines“ entgegen. Mehr Informationen unter caritas.lu