Wahlkampf ist ein schwieriges und anstrengendes Zeugs- in Deutschland noch mehr als in Luxemburg, ist ersteres doch viel größer als zweiteres. So tut es nicht wundern, dass Dr. Merkel am Mittwoch mit dem Hubschrauber in Trier einrotierte. Nicht um dort einzukaufen, sondern um hier wahlzukämpfen. Auf den Premierchef konnte die Deutschkanzlerin diesmal aber leider nicht zählen, trieb dieser sich doch zur gleichen Zeit in Clausen und in Scy-Chazelles herum, um dort den Todestag irgend eines Megaeuropäers zu feiern. Das Internetdings der Erzbistumszeitung war dann auch not really amused, dass es in Trier nur auf „Starköchin“ Léa Linster (die dort „lediglich privat anwesend“ war) und auf Minister Marc Spautz („der einzige Luxemburger Regierungsvertreter“) gestoßen ist.

www.wort.lu hakte trotzdem hammerhart bei Spautz nach, wo denn Juncker geblieben sei, worauf dieser (Spautz) aber nur „ausweichend“ geantwortet habe. Nämlich dass er (Spautz) überzeugt sei, dass Angela Merkel Luxemburg anders sehe als Peer Steinbrück: „das hat man ja auch in ihren Aussagen gehört“. Und er (Spautz) denke persönlich, dass es gut sei, mit ihr (Merkel) Politik zu gestalten. Ach so, alles klar! Deshalb war er (Juncker) nicht da...