PASCAL STEINWACHS

Premierchef Bettel ist irgendwie schon ein seltsamer Kauz: Anstatt in Ischgl oder in St. Anton den DJ Ötzi raushängen zu lassen, so wie das während der Karnevalsferien jeder einigermaßen normale großherzoglische Pfingstkreuzfahrtler tut, verbringt unser Staatsminister die Faschingstage in den USA. Allerdings nicht aus Spaß, sondern um dort die Werbetrommel für unser Land zu rühren. Sogar in Seattle soll Bettel bei seiner US-Tour halt gemacht haben. Schon wieder nicht aus Spaß, sondern um dort einen lecker US-Kaffee zu trinken und dafür zu sorgen, dass eines Tages sämtliche Luxemburger ebenfalls lecker US-Kaffee trinken können, und zwar nicht in Seattle, sondern direkt um die Ecke.

Arrangiert wurde das Kaffeekränzchen anscheinend freundlicherweise von der Ex-US-Botschafterin in Luxemburg, Frau Stroum. Die stand während ihrem Luxemburger Jahr von Januar 2010 bis Januar 2011 übrigens nicht nur auf Kaffeebohnen, sondern noch viel mehr auf Alkoholika und „Queen-Size“-Betten, wie das US-Außenministerium seinerzeit in einem „Report of Inspection“ monierte. Auch soll die Ex-Diplomatin die Limpertsberger Botschaftsmitarbeiter gar arg schikaniert haben. Der arme Premier...