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AP

Zwei Tage nach dem Lawinenunglück in den Abruzzen haben italienische Such- und Rettungstrupps am Freitag acht Überlebende in dem von Schneemassen verschütteten Hotel gefunden. Darunter seien auch zwei Kinder, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa, die sich ebenso wie die Fernsehsender RAI und TG24 auf Angaben von Polizisten berief.

AP-Reporter am Hotel Rigopiano hatten zuvor im Polizeifunk mithören können, dass Such- und Rettungsteams fünf Überlebende entdeckt hätten. Seit Mittwochabend werden rund 30 Menschen vermisst, die sich in dem Hotel aufgehalten hatten. Zwei Leichen wurden geborgen und zwei weitere geortet, meldeten italienische Medien.

Rettungskräften zufolge lasten auf dem Gebäude an einigen Stellen bis zu fünf Meter hohe Schneemassen. Die Bergung ist wegen der Unzugänglichkeit des Ortes mit bis zu drei Meter hohem Schnee auf der Zufahrtsstraße, der Einsturzgefahr des Gebäudes und der andauernden Lawinengefahr gefährlich.

Die Zahl der Todesopfer stieg laut RAI auf vier. Bisher seien zwei Leichen geborgen und zwei weitere lokalisiert worden. Die Bergungsmannschaften sehen sich mit mehreren Schwierigkeiten konfrontiert: Die einzige Straße zu dem Hotel ist wegen hohen Schnees nur schwer passierbar, das von den Schneemassen getroffene Gebäude ist einsturzgefährdet und es besteht die Gefahr, mit den Räumarbeiten eine neue Lawine auszulösen. Das Alpenkorps erwäge, noch mehr Helfer mit einem Helikopter einfliegen zu lassen, sagte Rettungshelfer Milan Walter.

Zwei Menschen konnten sich aus dem Hotel retten und Notrufe absetzen. Es dauerte jedoch Stunden, bis Einsatzkräfte bei dem auf 1.200 Meter liegenden Hotel eintrafen. Tagelanger heftiger Schneefall hatte in vielen Städten und Dörfern in Mittelitalien Stromversorgung und Telefonverbindungen unterbrochen. Am Mittwoch wurde die Region zudem von vier starken Erdbeben erschüttert. Ob eines davon die Lawine ausgelöst hatte, war weiter unklar.

Drei Hubschrauber landeten auf dem in 1.200 Meter Höhe gelegenen Rigopiano, berichteten AP-Reporter. Das Hotel befindet sich 45 Kilometer von der Küstenstadt Pescara entfernt im Gebirge.

Zwei Menschen konnten sich aus dem Hotel retten und Notrufe absetzen. Es dauerte jedoch Stunden, bis Einsatzkräfte eintrafen. Die Staatsanwaltschaft nahm deswegen Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung auf. Italienischen Medienberichten zufolge wird unter anderem dem Verdacht nachgegangen, erste Hilferufe oder Warnhinweise seien nicht ernst genommen worden.

Tagelanger heftiger Schneefall hatte in vielen Städten und Dörfern in Mittelitalien Stromversorgung und Telefonverbindungen unterbrochen. Am Mittwoch wurde die Region zudem von vier starken Erdbeben erschüttert. Ob eines davon die Lawine ausgelöst hatte, war weiter unklar.

Seit August wurde die mittelitalienische Gebirgsregion von einer Erdbebenserie erschüttert. Im August kamen fast 300 Menschen ums Leben, als ganze Stadtviertel und Dörfer von Beben in Trümmern gelegt wurden. Im Oktober gab es starke Nachbeben. Dabei gab es keine Toten zu beklagen, zum Teil deswegen, weil viele Orte wegen der früheren Beben noch evakuiert waren.