DIFFERDINGEN
GASTON FREYMANN

Zweite Auflage der Ausstellung „60 up“ in der Gemeinde Differdingen

Die Gemeinde Differdingen hatte gestern zur zweiten Auflage der Ausstellung „60 up“ eingeladen. Eine sehenswerte Ausstellung mit über 40 Ständen, wo es praktische Hinweise und nützliche Informationen aus erster Hand für Senioren gab. Wenn auch die meisten Besucher die verschiedenen Organisationen kennen, die landesweit Pflege zu Hause anbieten, wurden oft spezifische Fragen über die verschiedenen Dienstleistungen, die angeboten werden, als auch über Einzelheiten betreffend die Pflegeversicherung gestellt. Zu Krankheiten wie Demenz und Diabetes gab es auch neben praktischen Ratschlägen und Hinweise zur Früh-Entdeckung, mit der dazu passenden Literatur. Vor der Gefahr Hautkrebs und den Risiken, daran zu erkranken, wurde am Stand des Gesundheitsministeriums gewarnt. Auch Vorbeugung war ein Thema. An mehreren Ständen gab es Tipps, wie man sich verhalten sollte, um nicht Opfer einer Straftat zu werden.

Sich das Alter nicht anmerken lassen

Hat man die sechzig bereits überschritten, dann braucht man sich das nicht anmerken zu, lassen behauptet Karine Rapin, die Damen und Herren in Sachen „gutes und gepflegtes Aussehen“ fachmännisch berät und einen Einblick in ihr vielfältiges Hilfestellungs-Programm gab. Hat man die 60 überschritten und genügend Freizeit, ist die Lust am Reisen zur Lieblingsfreizeitgestaltung geworden. Besonders bei den Busreisen habe man bei der Ausarbeitung der Broschüre der Alterskategorie der Senioren und deren Wünschen besonders Rechnung getragen, hieß es seitens eines bekannten Luxemburger Bus- und Reiseunternehmens. Was machen, wenn einem nicht genügend Zeit bleibt oder es die Gesundheit nicht mehr erlaubt, verschiedene Arbeiten im oder ums Haus zu verrichten? Dazu gab es Antworten am Stand der CIGL asbl, der ein vielfältiges Programm an Nachbarschafts-Diensten anbietet.

Wer rastet, der rostet

Diesem Schema nicht zu verfallen, davor warnten sowohl Familienministerin Corinne Cahen als auch Député-maire Roberto Traversini anlässlich der offiziellen Eröffnungsfeier. Eine lobenswerte Initiative sei diese Ausstellung, wie Familienministerin Corinne Cahen, für die die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Staat auf diesem Gebiet unabdingbar ist, unterstrich. „Man kann aber auch ehrenamtlich in einer Vereinigung, die den persönlichen Vorstellungen voll Rechnung trägt, tätig zu werden“, empfahl die Ministerin. Denn jede Organisation könne nur dank einer gewissen Zahl an ehrenamtlicher Helfern funktionieren. Des Weiteren habe ehrenamtliches Wirken positive Effekte, sei es bei der Integration oder beim Verständnis unter den Generationen.