PASCAL STEINWACHS

Blau-Rot-Grün-Babo Bettel sieht zwar wie ein Engel aus, aber so flockig weich wie seine Schale anmuten lässt, so deftig hart ist mit Sicherheit sein Kern. So hatte die Korrespondentin der „Süddeutsche Zeitung“ vor ihrem Luxemburg-Abstecher noch befürchtet, „der Mann könnte vielleicht zu naiv sein für das harte politische Geschäft“, um hinterher dann aber herausgefunden zu haben, dass Bettels Karriere „klar gegen diese Annahme“ spricht, habe dieser doch „zielstrebig eine Stufe nach der anderen nach oben genommen“. Und zwar nach der altbewährten gefickt-eingeschädelt-Methode, will heißen, dass er „zuerst die Herzen seiner Landsleute und später ihre Stimmen gewonnen hat“.

Gelernt hat der ab morgen Fuschneupremierchef sein Handwerk übrigens u.a. bei den Hellenen, „wo er sich mit Kirchenrecht, griechischem und römischem Besitzrecht und Seehandelsrecht befasste“. Denn: „man kann ja nie wissen, was auf der Mosel passiert, und gute Allgemeinbildung ist immer zu gebrauchen“. Gegen grüne Leaker hilft dann aber auch kein Kirchen- und kein Seehandelsrecht, sondern nur ein lebenslanges Computerbenutzverbot. Vielleicht könnte man das ganze Koalitionsdings der Dichtigkeit wegen aber auch einfach neu schreiben...