LUXEMBURG
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Zwischen 2015 und 2018 kamen 25 Motorradfahrer in Luxemburg uns Leben

Mit einer besonderen Kampagne wollte es die Polizei zu Beginn der Motorradsaison erreichen, die Zahl der Unfälle mit schweren Motorrädern zu senken und die Sicherheit für Motorradfahrer zu verbessern. Motorradfahren ist faszinierend, reizvoll, sportlich - ein besonderer Lebensstil, eine Leidenschaft. Im Ritt über die sicherlich fahrdynamisch anspruchsvollen Strecken (nicht nur) im Großherzogtum liegt dann auch ein besonderer Reiz - ein Problem der vielen „Gast-Biker“, wie es auch aus dem zuständigen Ministerium von François Bausch heißt. 2008 wurden 34 tödliche Unfälle mit 35 Verkehrstoten in Luxemburg gezählt (darunter 20 Prozent Motorradfahrer). Bei großen Unfallanalysen wurde festgehalten, dass bei etwa der Hälfte aller Unfälle, an denen Motorradfahrer beteiligt waren, diese selbst durch nicht angepasste Geschwindigkeit oder individuelle Fahrfehler diese Unfälle (mit-)verursachten.

Wie die jüngste Statec-Bilanz für die Jahre 2015 bis 2018 ausführt, gab es in diesen vier Jahren 642 Unfallopfer auf zwei Rädern, 25 Biker kamen dabei ums Leben. 311 Motorradfahrer wurden bei den Unfällen leicht verletzt, 282 schwer. 24 Motorradfahrer kamen ohne Verletzungen davon. Was die bereits erwähnte nicht angepasste Geschwindigkeit angeht, so wurde auch in diesem Zeitraum in 44 Prozent der Unfälle dies als Grund ermittelt. In 22 Prozent wurden Fahrfehler beim Überholen festgestellt. In drei Prozent war Alkohol der Unfallgrund.

Ferner wurden die meisten getöteten und schwer verletzten Biker im Kanton Redingen festgestellt, 92. Acht Biker wurden leicht verletzt. Auf Platz zwei wird der Kanton Vianden geführt (82/18), gefolgt von dem Kanton Clerf (70/30). Auf dem letzten Platz wird Luxemburg-Stadt geführt (37/63).