PASCAL STEINWACHS

„Wir waren nie ganz weg, doch nun sind wir noch stärker zurückgekommen, als viele das erwartet hatten“, freute sich die Erzbistumszeitung gestern zusammen mit der CSV über deren megasuperduper Resultat bei der Brüsselwahl, durch das das Spautz/Wiseler-Tandem nun endlich wieder mit dem passenden Selbstbewusstsein aufwarten kann, um auch auf nationaler Ebene „so richtig loslegen zu wollen“, und „um unsere Meinung und Alternativen laut und deutlich zum Ausdruck zu bringen“.

Was das in der Praxis bedeutet, das dürften in den nächsten Wochen und Monaten vor allem die arg abgestraften Sozialistenmenschen am eigenen Leib erfahren. Nur gut, dass deren neuer Zwei-Meter-Chef es wenigstens staturarisch mit seinen christlich-sozialen Counterparts aufnehmen kann.

Bei EVP-Spitzengewinner Juncker läuft derweil alles rund, hat er auf seinem Weg zum Barroso-Werden doch seit gestern auch noch die Rückendeckung der EU-Fraktionschefs, und das ist doch schon mal ein kräftiger Schritt in die richtige Richtung - weg von Luxemburg. Von den „Les Échos“ wurde Juncker dieser Tage übrigens als „gros fumeur et gros buveur“ charakterisiert, der aber immer „maître de lui“ bleibe. Wer sagt‘s denn...