CLAUDE KARGER

Aus dem Stand in die Regierung. Wie man sich da so fühlt, hat das „Wort“ versucht, bei der Familienministerin zu ergründen. Für die DP-Chefin ist aber schwer zu sagen, ob die steile Polit-Karriere dabei half, die Familienpolitik „neu zu denken“: „Vielleicht ist man reifer, wenn man erst mit 40 Jahren Minister wird, als mit Anfang 20. Andersrum ist man vielleicht erfahrener, wenn man seine politische Karriere schon in jungen Jahren angefangen hat und begeht nicht die gleichen Anfangsfehler, die mir unterlaufen sind... Ich bin zu Beginn meiner Amtszeit ja gleich mit der Tür ins Haus gefallen. (lacht)“. Na, ordentlich gerumst hat es ja, was Teile der Opposition arg in Schnappatmung versetzte. Aber Senkrechtstarter können meistens auch wieder sanft landen. Die blauen jedenfalls „immer in der Mitte“, wie der DP-General im „Wort“-Sommerplausch erklärt. Er wird in nächster Zeit einiges zu tun haben wird, will
die leere-versprechen-feindliche Parteibossin doch, „dass die DP mit einem ehrgeizigen Wahlprogramm antritt, weitere Perspektiven aufzeichnet und ein gutes Ergebnis bei den Wahlen erzielt“ . Ausdauer hat der sozial-liberale Realist jedenfalls, dem Abwarten und Tee trinken nicht so schmecken: „Als Lehrer Politiker und junger Vater brauche ich eher Kaffee“. Da muss die Tasse stets mindestens halb voll sein...