LUXEMBURG
SVEN WOHL

Trotz Corona-Krise setzt die Polizei nicht auf die neuen Helikopter

Die Polizei greife bei ihren Patrouillen im Rahmen der Corona-Krise nicht auf ihre neuen Helikopter zurück. Dies bestätigte der Minister für Innere Sicherheit, Francois Bausch am Dienstag in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der LSAP-Abgeordneten Lydia Mutsch. Grund dafür sei auch, dass man bei diesen Kontrollen eher auf die Sensibilisierung als auf die Repression setze.

Personensuche und Überwachung

Grund der Anfrage war die Tatsache, dass die großherzogliche Polizei vor kurzem erst zwei neue Helikopter des Typen „Airbus H145M“ erworben hat. Der Minister erklärt, dass die Geräte vom Verteidigungsministerium für unterschiedliche Missionen bereit gehalten werden. Dazu gehören die Personensuche und Überwachung wie auch spezialisierte Transporte oder Schutzgeleit. Auch der Einsatz im Rahmen einer Naturkatastrophe ist vorgesehen.

Ehe der Hubschrauber zum Einsatz kommen könnte, müsste die Polizei die „procédures opérationelles standardisées“ (SOP) einreichen, welche die einzelnen Etappen der Mission beschreiben. Da die Helikopter unter einer zivilen Immatrikulation fliegen, müsse man sich an die Vorgaben der „European Union Safety Agency“ (EUSA) halten, was die Sicherheit betrifft. Neben einer Kamera seien die Helikopter auch mit Projektoren ausgerüstet. Das Betreiben der beiden Helikopter kostet insgesamt 3,7 Millionen Euro im Jahr.

In 35 Prozent der Fälle kommen die Helikopter im Rahmen einer Personensuche oder bei der Dokumentierung oder Unterstützungsmission zum Einsatz. In 65 Prozent der Fälle werden die Helikopter genutzt, um Patrouillen durchzuführen.