KOBLENZ
DPA/LRS

Rheinland-Pfalz: Familienvater muss sich vor Gericht verantworten

Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz hat Anklage gegen einen 45-jährigen erhoben, der seine vierjährige Tochter sexuell missbraucht haben soll. Ihm werde schwerer sexueller Missbrauchs, das Verabreden zu einem Verbrechen, die Verschaffung sowie der Besitz kinderpornografischer Schriften zur Last gelegt, teilte die Behörde am Dienstag mit. Der Angeschuldigte schweige bislang zu den Tatvorwürfen. Ermittelt hatte die Landeszentralstelle Cybercrime. Wann es zum Verfahren vor dem Landgericht Frankenthal kommt, sei noch nicht bekannt.

Geplante Übergriffe

Auslöser der Ermittlungen sei eine Anzeige zu kinderpornografischen Bildern auf dem Facebook-Account des Familienvaters gewesen, teilte ein Sprecher am Dienstag mit. Bei der Durchsuchung des Hauses habe sich der Verdacht erhärtet, dass diese Bilder den Mann bei einem sexuellen Missbrauch seiner Tochter zeigten.

Das Jugendamt habe das Mädchen und seinen zehnjährigen Bruder in Obhut genommen. Bei der Durchsuchung des Hauses sei weiteres kinderpornografisches Material gefunden worden.

Weitere Ermittlungen führten den Angaben zufolge in einem Verfahren der Staatsanwaltschaft Köln erneut zu dem Mann. Bei diesen Ermittlungen ging es um eine WhatsApp-Chatgruppe, die dem Austausch kinderpornografischer Materialien diente. Hier soll der nun Angeklagte nach Personen gesucht haben, die ihre eigenen Kinder für den von ihm geplanten sexuellen Missbrauch zur Verfügung stellen würden. Der Mann wurde im vergangenen Dezember festgenommen und ist seitdem in Untersuchungshaft.

Er soll zudem mit einer 54-jährigen Frau den sexuellen Missbrauch ihrer 17 Monate alten Enkelin „bei nächster Gelegenheit“ verabredet haben.

Da die Auswertung der Unterlagen einer zweiten Hausdurchsuchung noch andauert, müsse er mit einer weiteren Anklage rechnen, hieß es.