LUXEMBURG
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Rund 100 Kinder waren bei der achten Auflage der „DigiRallye“ am Start

„Sehr cool“ - so kurz und schmerzlos analysierte der kleine Paul, als er mit seinem Stempelheft ansteht, um seinen Eintrag nach dem Workshop zu bekommen. Kurz resümiert er seine Erfahrungen bezüglich der 8. Auflage der „DigiRallye“, die gestern von BeeSecure organisiert wurde und im Forum Geesseknäppchen über die Bühne ging.

In 48 Stunden alle Plätze weg

Rund 100 Kinder zwischen neun und 12 Jahren konnten auf diese Weise den Campus für sich entdecken und dadurch bereits erste Erfahrungen in ihrem möglichen zukünftigen Schulumfeld sammeln.

Doch die Grundidee der „DigiRallye“ ist und bleibt „die Sensibilisierung für eine risikofreie und selbstverantwortliche Nutzung der sogenannten neuen Medien sowie deren Technologien“, wie die Verantwortlichen von BeeSecure erklären.

„An insgesamt zehn Stationen lernen die Kinder aus verschiedenen Maisons Relais die wichtigsten Grundprinzipien im Umgang mit der digitalen Welt kennen, wobei die Stationen von unseren Partnern von BeeSecure betreut wurden“, sagt Carmen Michels von BeeSecure.

Zehn Stationen und Stempel sammeln

So wurde an einer Station das „Gewaltbarometer“ betrachtet, wo die Kinder lernten, dass nicht jeder eine ähnliche Situation als gleich verletzend oder harmlos empfindet.

An einer weiteren Station wurde im lockeren Gespräch das Internet als Ganzes beleuchtet. An der Station von BeeSecure ging es um das Thema Passwörter. „Passwörter sind extrem wichtig, denn sie sind die am häufigsten verwendete Schutzvorrichtung bei Online-Konten und Datenbanken.“ Passwörter seien auch bei Hackern sehr begehrt, da sie den Zugriff auf Ressourcen erlauben. Weil das Passwort oft die einzige Garantie für die Sicherheit eines Systems ist, müsse es mit größter Sorgfalt und unter Beachtung einiger einfacher Kriterien gewählt werden. „Daher darf man sie auch nicht weitergeben oder offen herumliegen lassen“, so der Rat der Experten an die Kinder.

Im „Green Screen Atelier“ des „Casino Luxembourg“ wurde der Blick der Kinder auf mediale Darstellungen gelenkt, denn nicht alles, was man sieht, muss auch echt sein, hieß es da von den Verantwortlichen.

Für die kleine Anna war das Atelier „mit dem grünen Vorhang und den Bildern bisher die interessanteste Station“, wurden die Kinder doch hier an Orte versetzt, als wären sie da gewesen - und doch eben nicht.

Am Stand der Polizei wurde darauf hingewiesen, dass das Benutzen eines Smartphones am Steuer nicht nur verboten ist, sondern für Fahrer und Mitfahrer auch eine besondere Gefahr darstellt, Stichwort ist hier die Reaktionszeit. Zum Vergleich wurden entsprechende Brillen wie eine Alkoholbrille aufgesetzt, die das Sehvermögen unter entsprechendem Einfluss simulierten - „denn Alkohol, also richtigen, haben wir keinen bekommen“, berichten junge Autofahrer aus Capellen.

Drei Grund-Info-Pfeiler

„Wir haben immer noch drei große Pfeiler, die wir versuchen, zu vermitteln“, sagt Michels. Zum einen der Aspekt, „dass das Internet nichts vergisst“. Zum anderen der Punkt, „dass man selbst sein eigener bester Schutz im Internet ist.“

Über ein entsprechendes Interesse in Bezug auf die Rallye kann sich der Organisator BeeSecure nicht beschweren. „Innerhalb von 48 Stunden waren alle Plätze weg“, sagt auch Jeff Kaufmann, der Koordinator der Rallye, „wir hatten noch eine wirklich hohe Nachfrage, aber mit mehr Kindern hätten wir mehr Ateliers anbieten müssen, damit alles weiter so abläuft.“ Daher sei man bei der Grenze von 100 Kindern für zehn Ateliers (mit je 20 eingeplanten Minuten) geblieben. „Aber im Sommer findet ja die nächste Rallye statt.“


www.bee-secure.lu