LUXEMBURG
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So schützen sich Schüler vor Cyberkriminalität beim digitalen Lernen

Sie wurden angekündigt: Die Auflockerungen der aktuellen Maßnahmen. Auf sonderlich viel Begeisterung stößt die geplante Rückkehr in die Schulgebäude und Klassensäle allerdings nicht, machen sich doch viele Sorgen um eine erneute Welle an Covid-19-Infizierten. Eine Sorge, die derzeit noch nicht akut ist, denn immerhin läuft das Schulsystem derzeit über Remote Learning und Teaching. Hierbei sollte allerdings nicht vergessen werden, dass auch diese Art des Unterrichts ihre ganz eigenen Gefahren birgt. Daher erinnert securitymadein.lu erneut daran, dass auch hier Cybersicherheit gewährleistet werden muss, um das Homeschooling so risikofrei wie möglich zu gestalten. Im Fokus stünden hier insbesondere drei Punkte: Das Material, die Applikationen und die Internetverbindung.

Immer up to date

In der Homeschool treffen Betroffene auf dieselben Regeln, an die sich auch Personen im Homeoffice halten sollten. Auch für den digitalen Unterricht sollten Apparate wie Computer und Tablets stets auf dem neusten Stand sein: Meldet sich das Update, sollte es installiert werden. Ideal sei es, einen separaten PC für die Schularbeit zu nutzen, empfehlen die Experten. Da dies allerdings nicht zwingend möglich ist, sollte dafür gesorgt werden, dass jeder Nutzer seinen eigenen Account auf dem Gerät installiert hat.

Geräte aus unbekannter Quelle, wie beispielsweise USB-Sticks oder Speicherkarten, von denen man nicht weiß, woher sie stammen, sollten nicht an den Computer angeschlossen werden, um unnötige Gefahren zu meiden. Für mehr Sicherheit sorge aber auf jeden Fall ein Antivirusprogramm, das genau wie die Apparate regelmäßig geupdated werden sollte. Nach Schulschluss oder in den Pausen, sollte darauf geachtet werden, dass die Technik nicht für Dritte zugänglich ist.

Starker Schutz

Wer sich im Prozess des Remote Learning befindet, nutzt in der Regel Programme und Plattformen, die vom Bildungsministerium empfohlen wurden. Die Experten raten ausschließlich diesen Empfehlungen nachzugehen und keinesfalls auf öffentliche Cloud Services zurückzugreifen. Genau wie bei den Geräten, wird großen Wert darauf gelegt, dass Programme stets auf dem letzten Stand sind.

Doch allein Updates schützen nicht vor Cybergefahren. Um einen starken Schutz garantieren zu können, sollten initiale Passwörter in Kennwörter umgeändert werden, die schwer zu knacken sind. Solche beinhalten große und kleine Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, erklärt securitymadein.lu weiter. Einen sicheren Datenverkehr ermöglichen die vom Ministerium empfohlenen Systeme sowie die schulische E-Mail-Adresse. Wer mit Mitschülern oder Lehrern in Kontakt treten möchte, sollte nur diese Adresse benutzen. Zudem wird erneut darauf aufmerksam gemacht, dass eine Vielzahl an Phishing- und Betrüger-Nachrichten im Umlauf ist. Der eindringliche Rat der Experten lautet daher: Erst überlegen, dann klicken.

Gleichermaßen verweist securitymadein.lu nochmals auf die Risiken öffentlicher Netzwerke. Wer zuhause keinen Zugriff auf ein abgesichertes und verschlüsseltes WLAN-Netz haben sollten, kann auf 3G oder 4G zurückgreifen, um ungesicherte Internetverbindungen zu meiden.