LUXEMBURG
IZ/TISPOL

„Europäischer Tag ohne Verkehrstote“: Polizei versucht, zu sensibilisieren

Eine Autofahrerin, die gestern in den Kreisverkehr in Höhe der Gemeinde Beles einbiegen wollte, blieb vor dem Fußgängerüberweg stehen, da eine junge Frau die Straße an dieser Stelle überquerte. Aus dem Kreisverkehr näherte sich ein Autofahrer und übersah bei der Ausfahrt in die Route d’Esch die junge Frau, die sich bereits auf dem Zebrastreifen befand. Sie wurde vom Auto erfasst und zu Boden geschleudert. Die Verletzte wurde durch die alarmierten Rettungsdienste zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Ein Unfallprotokoll wurde aufgenommen, wie die Polizei gestern anlässlich des Europäischen Tages ohne Verkehrstote ausführte.

Gegen 16.30 erfasste am Mittwoch ebenfalls eine Autofahrerin in der Rue de Soleuvre in Differdingen eine Fußgängerin auf dem Zebrastreifen. Das Unfallopfer trug keine schweren Verletzungen davon, wurde jedoch zwecks medizinische Kontrolle ins Krankenhaus verbracht. Der Unfall wurde zur Protokoll genommen.

Sicherheit in den Vordergrund zu stellen

Den „Europäischen Tag ohne Verkehrstote“ hat das Europäische Verkehrspolizeinetz (TISPOL) mit Unterstützung der Europäischen Kommission und dem #ProjektEDWARD auf den Weg gebracht.

Das Projekt ruft die Verkehrsteilnehmer dazu auf, stets die Sicherheit in den Vordergrund zu stellen. Egal, ob auf zwei oder vier Rädern oder auch als Fußgänger – „denn bei der Sicherheit kommt allen eine Rolle zu, und kleine Veränderungen können einen Riesenunterschied machen“, wie es von den Verantwortlichen aus Brüssel heißt.

Das Projekt geht nun in sein zweites Jahr, und in ganz Europa fanden gestern mehr als 100 Veranstaltungen statt. Verschiedenste Organisationen hatten europaweit Aktivitäten zur Straßenverkehrssicherheit durchgeführt, die alle auch auf deinerer interaktiven Karte verzeichnet wurden. Die Sicherheit im Straßenverkehr sei zwar nirgends auf der Welt höher als in der EU, aber doch sterben täglich 70 Menschen auf europäischen Straßen, und jeden Tag erleiden 370 Personen schwere, lebensverändernde Verletzungen, resümiert TISPOL in der Stellungnahme zum Projekt.

Verpflichtungserklärung

Dabei sei der erste Verkehrsaktionstag im Rahmen des Projekts EDWARD ein großer Erfolg gewesen. Über 103.000 Organisationen und Privatpersonen hatten auf der TISPOL-Website eine Verpflichtungserklärung abgegeben, und europaweit haben nach einem entsprechenden Aufruf nationale Regierungen, private Organisationen, öffentliche Einrichtungen, Wohltätigkeitsorganisationen, Schulen, Hochschulen und Universitäten sowie Einzelpersonen mehr als 80 Veranstaltungen zur Straßenverkehrssicherheit organisiert.

Auch die Luxemburger Polizei war gestern im Rahmen des Aktionstages verstärkt auf den Straßen präsent - vor allem an Zebrastreifen und in verkehrsberuhigten Zonen wurde kontrolliert.