LUXEMBURG
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Eurostat erlaubt Einblick in die Cybersecurity der Unternehmen

Lediglich ein Unternehmen von fünf ist in der EU gegen Zwischenfälle im Bereich der ICT versichert. Dies ergeben aktuelle Zahlen von Eurostat, welche sich auf das Jahr 2019 beziehen. Hierbei werden sämtliche Unternehmen erfasst, welche zehn oder mehr Mitarbeiter haben. Die Größe des Unternehmens macht hierbei durchaus einen Unterschied. Während kleine Unternehmen lediglich zu 20 Prozent gegen solche Zwischenfälle versichert sind, schneiden mittelgroße Unternehmen mit 28 Prozent und große Unternehmen mit 35 Prozent insgesamt besser ab. Luxemburg kommt beim nationalen Ranking 26 Prozent auf den 8. Platz. Unter den Nachbarländern kommt Belgien als nächstes mit 25 Prozent und letztlich Deutschland mit 20 Prozent, während Frankreich mit 39 Prozent im Spitzenfeld mithalten kann.

Komplexere Sicherheitsmaßnahmen werden weniger oft genutzt

92 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, 2019 Sicherheitsmaßnahmen im Bereich der ICT getroffen zu haben. Am häufigsten wurde mit 87 Prozent das regelmäßige Updaten der Software genannt. Der Einsatz von starken Passwörtern und Backups an einem separaten Ort wurden jeweils von 76 Prozent der Unternehmen umgesetzt. Danach fallen die Umsetzungszahlen jedoch wesentlich ab. Nur 65 Prozent regulieren den Zugang zu den unternehmenseigenen Netzwerken. 45 Prozent der Unternehmen haben Log-Dateien, in denen aufgelistet wird, was während eines Vorfalles geschah und welche Nutzer involviert waren. 42 Prozent griffen auf ein sogenannten „Virtual Private Network“ (VPN) zurück, das den Zugang zum Netz absichert und weniger anfällig für Angriffe macht.

Verschlüsselungstechniken, ob für Mails oder Dateien, werden nur von 38 Prozent der Unternehmen genutzt. ICT-Sicherheitstest stehen mit 35 Prozent nicht wesentlich besser da als die Risikoeinschätzung (33 Prozent) in diesem Bereich. Bei der Identifizierung von Nutzern greifen lediglich zehn Prozent der befragten Unternehmen auf biometrische Daten zurück. •