LUXEMBURG
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3.000 Schüler wollen Milchbauern in der anstehenden „Milchwoche“ besuchen

Ja, es stimmt - die Milch kommt nicht einfach so aus dem Supermarkt aus dem Regal: Aber woher kommt die Milch, wie wird sie produziert und was bringt sie?

Während der „Milchwoche“ vom 13. bis 19. Dezember 2018 finden Kinder Antworten auf all diese Fragen und werden auf die Herkunft der Milch und die Vorteile einer gesunden und ausgewogenen Ernährung aufmerksam gemacht.

Die vierte Ausgabe der „Milchwoche“ wird vom „Service d’économie rurale“, der „Lëtzebuerger Landjugend & Jongbaueren“, dem „Service Jeunesse - Lëtzebuerger Bauerejugend“ und der „Association pour la promotion des fermes d’accueil et pédagogiques au Grand-Duché de Luxembourg (APFAPL)“ mitorganisiert.

150 Grundschulen dabei

Und in diesem Jahr haben sich Schüler aus 150 Grundschulklassen für den Besuch von Milchviehbetrieben angekündigt. Mehr als 70 Bauernhöfe öffnen dafür ihre Türen, damit Kinder die Milchproduktion entdecken und einen Einblick in die tägliche Arbeit der Milchviehhalter in Luxemburg erhalten.

Die „Milchwoche“ ist eine Erfolgsgeschichte, wie es aus dem Landwirtschaftsministerium dazu heißt. Seit 2017 habe sich die Zahl der Schüler, die an solchen Bildungsbesuchen teilnehmen würden, von 1.500 auf 3.000 verdoppelt, und die Zahl der teilnehmenden Milchviehbetriebe stieg ebenso von 50 auf 70. Diese Maßnahme ist Teil des europäischen Programms für Obst, Gemüse und Milch in Schulen. Bereits im vergangenen Oktober hatten nach Ministeriumsangaben 140 Studenten die Obstproduktion in Limpach entdeckt. Ziel dieser pädagogischen Maßnahmen ist es, Kinder früh zu sensibilisieren und ihnen Herkunft und Produktionsweise der täglich konsumierten Lebensmittel zu zeigen.

Die „Milchwoche“ ist eine der Bildungsmaßnahmen, die das seit Beginn des Schuljahres 2017/2018 in Kraft befindliche Programm der Europäischen Schule für Obst, Gemüse und Milch begleitet. Tatsächlich wurden europäische Programme für die Verteilung von Milch und Obst und Gemüse an Schulen, die beide das gleiche Ziel hatten, zusammengelegt, um die Verteilung von Milch, Obst und Gemüse durch eine Bildungskomponente zu unterstützen. Ziel ist es, eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie die lokale Landwirtschaft in all ihren Formen zu fördern.

150 Tonnen Milchprodukte

In Luxemburg ist die Verteilung der Milch in den am Programm teilnehmenden Grundschulen kostenlos, während Schüler der Sekundarstufe von verschiedenen preiswerten Milchprodukten profitieren können. Obst in der Schule wird in Grundschulen und weiterführenden Schulen kostenlos verteilt, wie das Ministerium präzisiert. Im Schuljahr 2017/2018 konnten so mehr als 100.000 Schüler von der Verteilung von mehr als 150 Tonnen Milchprodukten und 438 Tonnen Obst und Gemüse profitieren. Das Gesamtbudget des „Schoulmellech-Schouluebst-Programms“ belief sich somit auf fast eine Million Euro, wovon die Hälfte von der Europäischen Union und der Rest vom luxemburgischen Staat finanziert wurde.

„Chance nutzen“

Landwirtschaftsminister Romain Schneider lobte das vorbildliche Engagement aller Beteiligten und sagte: „Wir hoffen, dass die an der Milchwoche teilnehmenden Kinder diese Chance voll nutzen werden, um sich ein Bild von der lokalen Landwirtschaft und insbesondere von der Milchproduktion zu machen.“