LUXEMBURG
LJ

Polizei und Rettungskräfte hatten auch zum Jahreswechsel genug zu tun

Zehnmal mussten die CGDIS-Retter in der Silvesternacht ausrücken, um zu helfen. Um 23.10 gab es einen Großeinsatz in Moutfort, wo eine Wohnung in Brand stand. Vier Personen mussten wegen Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Vor Ort waren die Feuerwehren aus Moutfort, Canach, Hesperingen, Dalheim, die „Samu“ aus Luxemburg und Esch-Alzette sowie Ambulanzen aus Luxemburg und Bettemburg, und natürlich die Polizei.

Um Mitternacht mussten die Feuerwehren von Ulflingen und Clerf wegen eines Kaminbrands in Ulflingen ausrücken. Am Bahnhof in Lintgen, in Bereldingen und auf Kirchberg mussten brennende Mülleimer gelöscht werden und in Dommeldingen gegen 1.30 ein qualmender Ofen in einer Wohnung. Ferner war eine Reihe von Verkehrsunfällen zu beklagen.

Alkoholisiert zwei Menschen angefahren und geflüchtet

In der Hauptstadt wurden gegen 1.00 zwei Fußgänger am Boulevard Royal von einem Fahrer angefahren, der durch Rot rauschte und seine Fahrt nach dem Unfall einfach fortsetzte, ohne sich um die Angefahrenen zu kümmern.

Dabei trug eine Person lebensgefährliche Verletzungen davon. Die andere wurde leicht verletzt. Zum Glück hatte sich ein Zeuge die Erkennungstafeln des Unfallautos notiert: Die Polizei ermittelte den Wagen später in Bascharage. Der Fahrer sei stark alkoholisiert gewesen, heißt es im Police-Bulletin. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Beschlagnahmung des Tatfahrzeuges sowie die Festnahme des Fahrers an. Er wurde gestern bereits dem Untersuchungsrichter vorgeführt.

Einen Verletzten gab es in Petingen, als gegen 21.40 ein Wagen in einen geparkten Pkw krachte. In Heffingen landete gegen 00.50 ein Wagen auf dem Dach im Straßengraben, nachdem der Fahrer die Kontrolle verloren hatte. Er wurde leicht verletzt. Und in Mersch landete ein Wagen auf dem Dach, nachdem der Fahrer die Kontrolle über seinen Pkw verloren und auf der Brücke mit einem Betonpfeiler kollidiert war. Der Fahrer hatte Glück im Unglück und wurde nicht verletzt.

Dieb festgehalten

Achtmal wurden zwischen Silvesternachmittag und dem frühen Neujahrsmorgen Führerscheine von der Polizei kassiert. Meist war Alkohol im Spiel. Ausgespielt hatte indes ein Einbrecher in der rue du Cimetière in Ellingen gegen 23.45 an Silvester: Mit Hilfe von anderen Personen konnte der Hausbesitzer den Mann festhalten, bis die Polizei kam. Bei der Durchsuchung der Person wurde Diebesgut gefunden. Sie wurde festgenommen und hatte gestern einen Termin beim Untersuchungsrichter.

Randale und Schlägereien zuhauf

Bei einer Patrouillenfahrt über den Parkplatz beim Echternacher See fielen den Polizeibeamten derweil Personen auf, die ein Feuerwerk zünden wollten. Bis auf drei machten sich die Mitglieder davon, als die Polizisten näher rückten. Die Beamten entdeckten unweit des Fahrzeuges der verbleibenden Personen eine Tüte mit Cannabis. Der Fahrer gab zu, vor einigen Tagen Betäubungsmittel konsumiert zu haben. Der Drogentest schlug denn auch positiv auf THC und Amphetamine aus. Der Mann wurde zur Blutentnahme ins Ettelbrücker Krankenhaus verbracht. Gegen ihn wurde Protokoll erstellt.

Anscheinend ist auch kein Silvester ohne Randale und Schlägereien möglich. Sechs Personen mussten in der Hauptstadt wegen Randale und Trunkenheit in Passagearrest untergebracht werden, und eine in Esch-Alzette. Die Polizei musste auch bei einer Menge Schlägereien intervenieren: In Wiltz, Bollendorf-Pont, Vianden, Weiswampach, Ettelbrück, Wasserbillig, mehrmals in Luxemburg-Stadt und im Bahnhofsviertel, Bech-Kleinmacher, Aire de Berchem, einige Male in Esch-Alzette, Syren, Petingen und Mersch.