LUXEMBURG
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Vor 25 Jahren, am 25. März 1992, wurde Fairtrade Lëtzebuerg gegründet

Das Ziel: Durch fairere Handelsbedingungen die Lebens- und Arbeitssituation der benachteiligten Produzenten und Arbeiter im Süden zu verbessern. Das ist der Grundsatz von Fairtrade - und dies schon seit 25 Jahren in Luxemburg. Am vergangenen Samstag wurde auf dem Knuedler offiziell das Jubiläumsjahr von Fairtrade Lëtzebuerg eröffnet.

Das Jubiläumsjahr steht ganz im Zeichen der Devise „Let’s go local and fair“, wie von Fairtrade Lëtzebuerg betont wird. Dank der langjährigen Partnerschaft mit lokalen Akteuren, „aber auch der Zusammenarbeit mit neuen engagierten Partnern, welche Rohstoffe aus fairem Handel beziehen und diese in ihren regionalen Produkten verarbeiten“, könne der faire Handel in Luxemburg seit 25 Jahren einen Aufwärtstrend verbuchen, wie am Samstag betont wurde.

Fairtrade Lëtzebuerg lies auch bei der offiziellen Eröffnung junge Leute zu Wort kommen, die sich auf verschiedenste Weise für den fairen Handel engagieren und mit ihren jeweiligen Fähigkeiten und kreativen Ideen zur bunten Vielfalt der aktiven Fair-Handels-Bewegung Luxemburg beitragen.

Bob Schiltges, einer der 25-jährigen Botschafter, erklärte zum Beispiel: „Seitdem ich im Ausland studiere und selber meine Einkäufe erledige, bin ich mir mehr und mehr meiner Verantwortung als Konsument bewusst geworden. Auch wenn man glaubt, nicht viel verändern zu können, muss man sich bewusst sein, dass jeder Einkauf eine Entscheidung darstellt, die auf die Hersteller einwirkt. Wenn ich eine Ware kaufe, dann ist es mir wichtig, dass ich damit nicht zur Ausbeutung der Bauern in Afrika oder Südamerika beitrage, sondern ihnen ermögliche, sich ein menschenwürdiges Leben zu verdienen. Der Kaffee schmeckt besser, wenn man ihn mit einem guten Gewissen trinken kann! Deshalb kaufe ich Fairtrade-Produkte.“

Selbstgemalte Postkarten

„Als ich von der Aktion gehört habe, war für mich sofort klar, dass ich mitmachen wurde, da ich schon seit längerem von der Idee des fairen Handels überzeugt bin. Mit meiner Aktion, faire Grüße anhand von selbstgemalten Postkarten mit jeweils einem fairen Thema an 25 Freunde zu verschicken, will ich meinen Freunden den fairen Handel schmackhafter machen, beispielsweise indem ich Rezepte mitschicke. Beim Thema Kleidung sende ich einen Link zu einem tollen fairen Onlineshop mit. Denn nicht nur Kleider machen Leute, sondern auch Leute machen Kleider“, sagte Valerie Klein bei der Feier.