CLAUDE KARGER

„Aus einem Limburger wird noch kein Oberschwabe, aus einem Niederhatzkofener noch kein Öslinger - und Sjaelland hat mit Sizilien so viel zu tun wie Smörrebröd mit Pignolata“, schreibt der an „Theater der Absurditäten gewöhnte“ „Revue“-Leitartikler über die umtriebigen Spitzenkandidaten für den EU-Kommissionsbossposten. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hat übrigens dieser Tage den Wahlkampf in Deutschland vom „Manfred von nebenan“ verfolgt, dem Spitzenchef Chef der christdemokratischen Fraktion - „Christliche Demokraten sind stets evolutionär, nicht revolutionär“ - im Europaparlament. Fakt ist: Das Rennen um die Juncker-Nachfolge geht schon ordentlich an die Substanz. Ordentlich rhetorische Substanz einbüßen wird auf jeden Fall die adr, wenn Rentengerechtigkeitspartei-Urgestein Gast Gibéryen bald „Tschüss“ sagt. Als „Institution“ würdigt das „T“ den bärtigen Beißer aus der Opposition mit „Legendenstatus“ in Frisingen, wo er einst Spitzenboss war. Auf jeden Fall neigt sich das Schiff namens „adr express“ auf der „T“-Karikatur schon arg nach rechts, nachdem Gast von Bord sprang. „Die Ideale über Bord geworfen“ haben laut „T“ derweil die Piraten. Böse Zungen behaupten, dafür sei von Anfang an kein Platz im Freibeuter-Boot gewesen...