Da wird Ehrenpremierchef Juncker, der nun also heute nach neunmonatiger fraktionsvorsitzlicher Däumchendreherei endlich für einen jüngeren, wiseligeren Kollegen Platz machen wird, auf seine fortgeschrittenen Tage doch tatsächlich noch zum Grenzgänger. Glaubt man der Erzbistumszeitung, und die ist in Sachen CSV ja bekanntlich immer vorzüglich im Bilde, dann plant Juncker nämlich auch, „im Fall seiner definitiven Ernennung zum Kommissionspräsidenten einen Teil seiner Arbeit von Luxemburg aus zu verrichten“. Seine bürolichen Zelte aufrichten würde der Kommissionschef dann wahrscheinlich im Europahaus, also praktischerweise nur hundert Meter von seinem Arbeitsplatz bei der CSV entfernt. Sich nach Brüssel chauffieren lassen, das will Grenzgänger Juncker aber selbstverständlich hin und wieder trotzdem noch.

Apropos Grenzgänger: Auf „16vor.de“ wurde sich gestern unter dem vielsagenden Titel „Der Preiss ist heiß“ über die deutschen Pendler verlustiert (anscheinend tragen nicht alle Deutschen „Socken in Sandalen“), derweil Verkehrsminister Fränz Bausch dabei erwischt wurde, wie er zusammen mit seinem deutschen Amtskollegen auf dem Oktoberfest die ein und andere Biermaß vernichtet. Die Maut vermied die Maß aber nicht...