LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

FNCTTFEL Landesverband und OGB-L zu der Entlassung eines Angestellten bei Luxtram S.A.

Ohne einen Grund anzugeben, hat Luxtram S.A. am vergangenen 11. Dezember, einen Tag nach dem ersten Geburtstag der Einführung der Tram in Luxemburg, einen für sein gewerkschaftliches Engagement bekannten Angestellten entlassen, meinten die Vertreter der Syndikate „öffentliche Dienste“ von FNCTTFEL Landesverband und OGB-L gestern Vormittag auf einer Pressekonferenz. Die Gewerkschaftsvertreter sehen hierin ihr „erstes Gefühl“ gegenüber Luxtram, als sie erste Kontakte mit der Direktion aufnahmen um die Lohnverhandlungen aufzunehmen, bestätigt: Für sie handelt es sich um „eine soziale Gangsterbande, die von öffentlicher Hand bezahlt wird, um soziale Katastrophen“ zu verursachen.

Der betroffene Angestellte musste sich noch zehn Tage vor seiner Entlassung einer Evaluation mit der Note „zufriedenstellend“ unterziehen, hielten die Gewerkschaftsvertreter weiter fest. Auch seien dem Angestellten Vorwürfe betreffend die Verwaltung der Dienstpläne im Rahmen der „Schueberfouer“ gemacht worden. Doch die Tram und die „Fouer“ kamen gut miteinander klar, dies trotz eines „evidenten Personalmangels bei Luxtram“, sagten die Gewerkschaftsvertreter weiter .

Berufliche Fehler erstmal beweisen

Ferner wiesen die Gewerkschaftsvertreter darauf hin, dass auch wenn der Angestellte berufliche Fehler gemacht haben sollte, was noch immer bewiesen werden muss, so bestehen zahlreiche Disziplinarmaßnahmen, bevor es zu einer Entlassung kommt. Man komme nicht umhin festzustellen, dass „deux poids deux mesures“ angewandt werden, meinten die Gewerkschaftsvertreter. Auch bemängelten die Gewerkschaftsvertreter den Zeitpunkt, kurz vor den Feiertagen zum Jahresende, zu dem die Entlassung erfolgte. Dies hätte zweifelsohne Auswirkungen auf die Moral des Betroffenen und seiner Familie.

Was nun die Gründe für diese Entlassung angehen, so hielten die Gewerkschaftsvertreter fest, dass die Direktion von Luxtram S.A. in Sachen Entschluss des Personals für die Schaffung von besseren Lohn- und Arbeitsbedingungen durch ein erstes Kollektivabkommen nun entschlossen scheint, „eine skrupellose Einschüchterungskampagne seiner Angestellten“ zu starten. So soll die Direktion der Luxtram S.A. gegenüber dem Betroffenen, den Gewerkschaften zufolge, gedroht haben: „On va de débarasser de toi“.

Die beiden Gewerkschaften fordern dann auch „die sofortige Wiedereingliederung des gekündigten Angestellten bei Luxtram S.A.“.

In einem gestern Abend veröffentlichten Kommuniqué schließt sich die „Gewerkschaft vum Gemengepersonal“ FGFC den Ausführungen der beiden Gewerkschaften FNCTTFEL Landesverband und OGB-L an und unterstützt die „Bemühungen der Kollegen, den gekündigten Mitarbeiter sofort wieder einzugliedern“. Die Direktion der Luxtram S.A. wird „zu einem Dialog mit sämtlichen Sozialpartnern“ aufgerufen. Bei Sozialdumping bei öffentlichen Dienstleistungen heißt es: „Gewerkschaftliche Solidarität ist angesagt!“