LUXEMBURG
JK

Die „Plattform Internationaler Frauentag“ stellt ihre Aktivitäten vor

Am 8. März wird der internationale Frauentag begangen. Ein Tag, der nach Meinung der Verantwortlichen der 2011 zum 100. Geburtstag des Internationalen Frauentages ins Leben gerufenen „Plattform Internationaler Frauentag“ („Plattform JIF“) auch heute noch seine Bedeutung hat. In diesem Jahr kommt diesem Tag im Großherzogtum eine besonderer Bedeutung zu, wird doch im laufenden Jahr der 100. Geburtstag der Einführung des Frauenwahlrechts in Luxemburg (im Rahmen der Einführung des Universalwahlrechts) begangen.

Die diesjährige Aktion steht unter dem Motto „Solidarität mit allen Frauenstreiks und -demonstrationen am 8. März“. Auch dieses Jahr streiken am internationalen Frauentag wieder weltweit tausende Frauen sowie geschlechtliche und sexuelle Minderheiten für die Einhaltung und Verteidigung ihrer Menschenrechte. Zur Erinnerung: An den am internationalen Frauentag vergangenen Jahres in Spanien organisierten Frauenstreiks beteiligten sich über fünf Millionen Frauen, denen es gelang, die Wirtschaft des Königsreichs für einen Tag lahm zu legen.

Solidarisch mit streikenden unddemonstrierenden Frauen

Die „Aktions-Plattform JIF2019“ (JIF steht für „Journée Internationale des Femmes“), ein Kollektiv aus Organisationen und engagierten Privatpersonen, solidarisiert sich mit diesen Frauenstreiks und Demonstrationen und ruft auf zu einer Solidaritätsaktion am 8. März, war gestern Vormittag auf einer Pressekonferenz in den Räumlichkeiten des „CID - Fraen a Gender“ in der Hauptstadt (14, rue Beck) zu erfahren. Präsent waren Isabelle Schmoetten, zuständig für die soziopolitische Arbeit beim „CID - Fraen a Gender“ und Koordinatorin der „Aktions-Plattform JIF2019“; Anik Raskin, Direktionsbeauftragte des „Conseil National des Femmes du Luxembourg“ (CNFL) und Ainhoa Achutegui, Direktorin von „Neimënster“.

In unseren Nachbarländern Belgien Deutschland und Frankreich, in Spanien, der Schweiz, in den USA, in Argentinien und Großbritannien legen Frauen ihre Arbeit (die bezahlte, wie die unbezahlte) nieder. Die formulierten Beschwerden und Forderungen sind überall fast deckungsgleich: Frauen fordern das Recht über ihren eigenen Körper zu bestimmen. Sie prangern jegliche Form der Diskriminierung und Gewalt aufgrund von Sexismus, Heterosexismus, Rassismus und Klassismus an. Sie fordern eine faire Aufteilung und Anerkennung der Sorge-Arbeit und gerechte Arbeitsverhältnisse und Löhne für alle. Frauen setzen sich ein für eine Welt in Frieden, in der weder Mensch noch Natur zerstört oder ausgebeutet werden.

Auf Europawahlen aufmerksam machen

Darüber hinaus will die „Aktions-Plattform JIF2019“ den 8. März nutzen, um auf die näher rückenden Europawahlen aufmerksam zu machen. Es liegt in der Macht der Europaabgeordneten, ob die Gleichstellung der Geschlechter auf europäischem Niveau vorwärts gebracht wird oder nicht, wurde unterstrichen. Außerdem will die Plattform ein starkes Zeichen setzen gegen den gesellschaftspolitischen Rechtsruck in Europa - Frauenfeindlichkeit und Rechtspopulismus gehen Hand in Hand. Deshalb schließt sie sich den Forderungen der „European Women’s Lobby“ an, die die „Plattform JIF2019“ dem luxemburgischen Kontext angepasst hat.

Feministische Solidaritätsaktion

Feministinnen aller Geschlechter sind eingeladen und aufgerufen, den Organisatorinnen am 8. März zu folgen und die Forderungen zu unterstützen: „Wir treffen uns um 12.00 in Symbolfarbe Violett gekleidet am hauptstädtischen Bahnhof und ziehen gemeinsam mit unseren Demoschildern und Sprechgesängen zur Place d’Armes. Dort wird um 13.00 die öffentliche Kundgebung unserer politischen und gesellschaftlichen Forderungen stattfinden. Alle Anwesenden und Passantinnen werden anschließend eingeladen, an unserem Flashmob und an unserer Fotokampagne teilzunehmen“, sagte Isabelle Schmoetten.

Feministisches Kulturfest

Zum fünften Mal in der Folge wird in „Neimënster“ im Stadtgrund ein feministisches Kulturfest von der „Plattform JIF“ organisiert werden, dies am Sonntag, dem 10. März von 11.30 bis 18.00. Geboten wird ein abwechslungsreiches Programm, bei dem die Frauenrechte, das Recht der Frauen auf Entscheidung, die internationale Solidarität, Emanzipation, Kreativität und Austausch im Mittelpunkt stehen. Eröffnet wird das Fest um 11.30 im Saal Robert Krieps mit einem „Concert Apéro-Jazz“ mit „Criss Cross“. In „Neimënster“ werden Ateliers, Rundtischgespräche, Filmvorführungen Konzerte und Ausstellungen angeboten.


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