FRANKFURT/LUXEMBURG
MM

Deutsche Börse steigert Nettoerlöse

Fusionspleite, Insidervorwürfe, Chefwechsel. Hinter der Deutschen Börse liegt ein turbulentes Jahr. Am Dienstag nach Börsenschluss präsentierte das Unternehmen, das mit der Tochter Clearstream auch am Finanzplatz Luxemburg präsent ist, seine Bilanz für 2017.

Das Unternehmen erzielte im Gesamtjahr Nettoerlöse in Höhe von 2.462,3 Millionen Euro, was einem Anstieg von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) lag bei 1.431,1 Millionen Euro und damit um sechs Prozent über dem Vorjahr.

Für das Geschäftsjahr 2017 schlägt der Vorstand der Deutsche Börse AG darum einen Anstieg der Dividende um vier Prozent auf 2,45 Euro je Aktie vor.

Am Mittwoch wird sich der seit Januar amtierende neue Konzernchef Theodor Weimer den Fragen der Journalisten. Im Frühjahr 2017 war die Fusion mit der Londoner Börse LSE am Widerstand der EU-Wettbewerbshüter gescheitert, zum Jahresende trat Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter wegen des Vorwurfs von Insiderhandel bei einem millionenschweren Aktiengeschäft zurück. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt weiterhin in dem Fall.