PASCAL STEINWACHS

Dass Jean Asselborn ein Hansdampf (nicht zu verwechseln mit Hanswurst) in allen Gassen ist, dürfte bekannt sein, aber dass er jetzt auch noch ins Posthorn stoßen soll („Asselborn stößt ins Posthorn“), wie die Erzbistumszeitung ihrer Leserschaft gestern verklickern wollte, das wagen wir dann doch arg zu bezweifeln. Anstatt ins Horn zu blasen, fährt Asselborn nämlich heute ins idyllische Tutzing am Starnberger See, wo er zum spannungsreichen Thema „Nationale Identitäten in einem starken Europa - Warum ein mehr an Integration die Lösung ist“ referieren wird. Andere Referenten sind übrigens solch illustre Gestalten wie Bankmanager Josef Ackermann und Bayern-Chef Horst Seehofer, aber mit denen wird unser Chefdiplomat auch noch fertig.

Zu ungewohnten Ehren kam indessen adr-Gruppenanführer Gast Gibéryen, der jetzt in einem Schreiben der anglikanischen Kirche aus Luxemburg zum Präsidenten der „déi Lénk“ erhoben wurde, wie der „déi Lénk“-Abgeordnete David Wagner gestern entsetzt auf Facebook postete. Wenn das so weitergeht, dann wird Fernand Kartheiser noch Präsident der KPL, Marc Spautz Sozialist, Francine Closener Hofmarschallin, der Sommer endlich mal sonnig und vielleicht sogar der Sozialdialog wiederbelebt...