CLAUDE KARGER

Mitten im Sommer scheint ein „Tageblatt“-Kommentator bereits vom Winter zu träumen. Auf jeden Fall sieht er die CSV auf dem Weg zum „Space Mining“-Gesetz auf einer „politischen Slalomfahrt“, bei der „nach dem Start noch schnell jemand das Tor zur Zieleinfahrt neu gesteckt hat“. „Ob es wohl Ex-Premier Jacques Santer war, der die hadernde, ewig verneinende CSV-Truppe am Ende doch noch zur Räson brachte? Er, der 1985 mit einer Staatsgarantie in der damals schwindelerregenden Höhe von fünf Milliarden Franken ein visionäres Projekt ermöglichte“, fragt der Autor. Na, in Vorwahlzeiten werden die Slalomfahrten immer spektakulärer, um den politischen Widersachern ja kein Quäntchen Erfolg zu gönnen. Dass dann „Wechsel mit Wiseler“ am Rande eines Grillfestes der Koalition vorwirft, Parteipolitik nach dem Motto „wir gegen die anderen“ (wie das „T“ schrieb) zu betreiben mutet da schon wundersam an. Ins Wundersame „Star Wars“-Universum zog bei der „Space Mining“-Debatte übrigens Berichterstatter Franz Fayot, der einen Appell an die „helle Seite“ der CSV-Kraft richtete, das Projekt doch zu unterstützen. Köstlich, die Reaktion von CSV-Sprecher Laurent Mosar: „et ass net gerad esou, dass et méi heller a méi däischterer an der Fraktioun ginn“... Wie dem auch sei: Den Krieg der Sterne hat er offensichtlich nicht gesehen.