MERSCH
PATRICK VERSALL

2. Auflage des „Last Summer Dance“-Festivals am Samstag

Als sich im vergangenen Jahr alle Konzertbesucher bereits auf einen Spätsommer ohne nationales Festival eingestellt hatten, tauchte am Horizont das „Last Summer Dance“ auf. Eine Melange aus Happening, Musik- und Kunstfestival. Am kommenden Samstag startet in Mersch das Abenteuer in seine zweite Runde, dabei war vor einem Jahr noch nicht klar, ob es überhaupt eine weitere Ausgabe geben würde.

Der Veranstalter, die Melting Pot a.s.b.l., konfrontierte im vergangenen Jahr das potenzielle Festivalpublikum mit einem für luxemburgische Verhältnisse neuen Konzept; niemand konnte damals voraussagen, ob man damit den Geschmack des Publikums treffen würde. Insgeheim, so Véronique Heitz, Mitglied der a.s.b.l., habe man aber gehofft, dass es eine zweite oder dritte Ausgabe geben würde und sich die Veranstaltung mittelfristig auf der Festivalkarte etablieren würde. Die Vereinigung, so Heitz, sei froh gewesen, dass man mit den Einnahmen alle Unkosten habe decken können.

Keine Erhöhung des Eintrittspreises

Nachdem die a.s.bl. im September vergangenen Jahres eine positive Bilanz vom ersten „Last Summer Dance“ gezogen hatte, begannen im Dezember in die Vorbereitungen für die zweite Ausgabe. In den letzten Monaten haben die Mitglieder Kontakte zu nationalen und internationalen Musikern geknüpft, besuchten Konzerte und Festivals in ganz Europa, um Bands nach Mersch zu locken, die das luxemburgische Publikum noch nicht kennt.

Die kanadische Songwriterin Emma Anders beispielsweise konnte für einen Auftritt verpflichtet werden, weil sie momentan durch Frankreich tourt und sie somit eh in Europa unterwegs ist.

Eines der Hauptanliegen der Melting Pot a.s.b.l. ist es, ein Festival für ein sozial heterogenes Publikum zu organisieren.

Der Eintrittspreis ist also vergleichbar niedrig, damit sich auch sozial Benachteiligte das Festival leisten können. Man sehe sich noch nicht gezwungen, den Preis anzuheben, so Heitz.