LUXEMBURG
JEFF KARIER

Rotondes stellen neues Programm vor, ein zweites Gebäude soll erschlossen werden

Mit fast 100.000 Besuchern kann die Rotondes auf eine gelungene Saison zurückblicken, meint Guy Arendt, Staatssekretär des Kulturministeriums im Rahmen der Präsentation der Saison 17/18. Für diese hatten sich Direktor Steph Meyers und sein Team die noch nicht renovierte Rotonde zwei herausgesucht. „Wir konnten diese bisher nur ganz punktuell für Veranstaltungen nutzen“, erklärt der Direktor. Dies sei jedes Mal mit administrativem Aufwand und Frustration verbunden gewesen. Das solle sich nun ändern ließen der Direktor der Rotondes und der Staatssekretär anklingen. „Die entsprechenden Briefe sind verschickt“, meint Arendt. Damit scheint endlich Bewegung in die restliche Erschließung dieses besonderen Teils der Stadt Luxemburg gekommen zu sein.

Von Hip Hop bis digitale Kunst

Die Herausforderung erneut ein Programm der verschiedenen Künste zusammenzustellen, sei laut Meyers auch dieses Jahr wieder gelungen. Angefangen mit der Bühnenkunst. Im Oktober findet mit dem Stück „Die Fürchterlichen Fünf“, bereits ein Highlight im Programm der anstehenden Saison, statt. Dieses wird in der Rotondes zwei und somit in einem besonderen Rahmen stattfinden. Es ist „ein Plädoyer für Andersartigkeit und die Entdeckung verborgener Talente.“ Das Stück „Expedition Peter Pan“ von „Het Laagland“ nimmt am 28. Dezember „Über- und Tiefflieger“ mit auf eine humorvolle Reise „zu längst vergessenen Sehnsüchten und Kindheitserinnerungen.“

Die musikalische Saison der Rotondes beginnt mit dem „Congés Annulés“, bei dem während 29 Tagen Konzerte unterschiedlicher Genres stattfinden werden. Bands, die hier auftreten werden sind unter anderem Holy Fuck, Shame und Parquet Courts. Des Weiteren werden in den kommenden Monaten neben internationalen Bands auch wieder viele luxemburgische Künstler auftreten. Hierzu zählen No Metal in this Battle, Monophona und Them Lights, um nur einige zu nennen.

Auch warten erneut viele Workshops und Labos auf die Besucher. Diese reichen Hip Hop und Tanz über Theater und Malerei bis hin zu digitaler Kunst. Und mit „Jet Lag/Out of Sync“, „Pitch“ und „Leap“ sowie dem Projekt „18“ gibt es auch einige spannende Ausstellungen und Installationen zu entdecken. Auch Veranstaltungen wie „PICelectroNIC“, „Eat It“ und „Troc’N’Brol“ werden kommende Saison das Programm bereichern. Das komplette Programm ist online unter www.rotondes.lu sowie als Broschüre in der Rotondes zu finden.

Feierichkeiten erst 2018

Im Rahmen der Präsentation wurde nochmals die „Carte Explorateur“ vorgestellt, die Zugang zu einer Reihe von besonderen Veranstaltungen der Rotondes bietet. Auch an das Abonnentenprogramm wurde erinnert. Und die Saison 18/19 werde laut Meyers dann auch das zehnjährige Jubiläum der Rotondes entsprechend feiern. Wir dürfen also gespannt sein, was sich Meyers und Co. einfallen lassen werden und welche Künstler sie ins Großherzogtum locken können.