CLAUDE KARGER

„Ech wäert net stierwe fir den TTIP“, versicherte der bis gestern USA-reisende Vizepremier gegenüber dem soziokulturellen Radio. Uff, werden sich da manche Genossen gedacht haben, denn 34 Prozent der LSAP-Wähler wollen den Mann schließlich als Spitzenkandidat sehen, während 38 Prozent der Sozialistenmenschen und 36 Prozent der Wähler insgesamt lieber den chefdiplomatischen Sympathiebolzen an der roten Pelotonspitze vorziehen würden. Der Abstand zwischen Nummer Eins und Nummer Zwei ist bei der LSAP jedenfalls viel schmäler als bei anderen Parteien. Ob es da irgendwann noch mal zum Showdown kommt? Nun, beide sind es ja gewohnt, zu strampeln und das „Warmlaufen für 2018“, wie das „Wort“ gestern sportlich titelte, wird schon bald beginnen. Etienne hat sich jedenfalls bereits im Land der anscheinend unbegrenzten Möglichkeiten inspiriert: „Hei ass Kompetitioun eppes Positives, et gëtt ugesinn als eppes wat Spaass mécht a wou ee sech all Dag erëm nei a Fro stellt fir besser ze si wéi deen aneren“ - in Europa werde eher mit Neidgefühlen operiert und der Erfolg der anderen madig gemacht... Wohl gemerkt sprach Schneider hier von der Wirtschaft und nicht von der Politik. Denn die funktioniert hüben wie drüben doch ziemlich ähnlich. Vor allem mit Schlechtreden.