LUXEMBURG
JEFF KARIER

Neues Fitnesskonzept „Touch & Play“ vorgestellt

Leuchtende Muster an Boden und Wänden sowie blinkende LEDs: Im ersten Moment machen die vier Trainingsräume des neuen Fitnesscenters „Touch & Play“ auf Cloche d’Or eher den Eindruck einer Kirmes-Attraktion oder eines leuchtenden Spielplatzes. Dabei steckt ein durchdachtes Konzept dahinter, das auf Spaß beim Training setzt. Das Grundkonzept mit dem Namen „Prama“ stammt von der spanischen Firma Pavigym, wurde jedoch von Fréderic Meyer und Laurence Clasen weiterentwickelt und angepasst.

Innovativ und intensiv

Beim Training handelt es sich um eine Mischung aus Zirkel- und Intervalltraining. In den jeweiligen Sälen befinden sich also verschiedene Stationen, an denen die verschiedenen Übungen gemacht werden. Ein vom Trainer zusammengestelltes Programm legt fest, welche Übungen gemacht werden sowie die Intervalle. Einige davon nutzen Berührungssensoren. Die Kursteilnehmer müssen etwa aufleuchtende Flächen durch Berührung ausschalten und das so schnell wie möglich, wodurch unter anderem die Koordination trainiert wird.

Während der kurzen Pausen wird zur nächsten Station gewechselt. In der Regel besteht ein Workout aus mehreren Runden, zwischen denen eine etwas längere Pause, von beispielsweise 1:45 eingeplant ist. Passend dazu gibt es während der Übungen laute und antreibende Musik sowie eher entspannte Klänge in den Pausen. Auch die Lichtstimmung verändert sich. Dies wird alles per Computer gesteuert. „Durch die Abwechslung zwischen Belastungs- und Erholungsphasen verbrennt der Körper mehr Fett als bei einem normalen Fitnesstraining“, erklärt Meyer, der früher Leistungssportler war. Dabei dauert eine Trainingseinheit außerdem kürzer, als sonstige Workouts, beziehungsweise ist gemessen an der Zeit effektiver. So verbrenne der Körper 1.000 Kalorien in 45 Minuten. Außerdem wird nicht nur ein Teil des Körpers trainiert, sondern der ganze Körper.

Zwar stammt auch das Grundkonzept von Prama aus dem Profisport und wird etwa von Fußball- und Basketball-Teams genutzt, jedoch eignet es sich für jeden. Denn wie Meyer erklärt, können die Workouts ganz individuell gestaltet und gesteuert werden.

So können auch Eltern mit ihren Kindern an einem Training teilnehmen sowie ältere Menschen oder Menschen, die bislang keinen Sport gemacht haben. Laut Meyer haben auch bereits Sportmannschaften aus Luxemburg angefragt, hier trainieren zu können. Auch ein Einzeltraining sowie ein Training als geschlossene Gruppe mit Freunden ist möglich.

Um sicherzustellen, dass die einzelne Person sich nicht übernimmt, wird durch einen Tracker der Puls gemessen. Der Trainer greift entsprechend ein, steuert das Training jedes Einzelnen also, gibt aber auch Hilfestellung und motiviert die Teilnehmer.

Die Leistung der verschiedenen Kursteilnehmer wird registriert, was zu einem gewissen spielerischen Wettkampf führen kann. Dadurch entsteht eine ganz eigene Dynamik,. Das Ganze soll Spaß machen.

Passende Ernährung

Ergänzend zum Training gibt es auch ein Angebot an unter anderem gesunden Shakes und nahrhaften Bällchen, in denen neben Obst und Gemüse auch „Superfoods“ wie Matcha, Acerola oder Chiasamen verarbeitet sind. Diese werden an der „Nutrifit“-Bar von Clasen zubereitet. „Touch & Play“ verfügt außerdem über eine große Dachterrasse, auf der bei passendem Wetter auch Kurse durchgeführt werden können, Mitglieder aber ebenso in der Sonne entspannen können. Hinzu kommt noch eine App, über die man einen Überblick über seine Leistung, Kurse und mehr hat.

Am 12. Mai eröffnet „Touch & Play“ offiziell und bietet sowohl ein Abomodell wie auch die Möglichkeit einzelne Kurse zu buchen. Ein Kurs kostet 30 Euro. Wer mehrere Kurse bucht, spart ab fünf beziehungsweise zehn. Die Abos sind gestaffelt und reichen von 90 Euro pro Monat bis hin zu 130 Euro im Monat (auf sechs Monate mit unlimitiertem Zugang). Je nach gewähltem Modell ist eine Tanita-Analyse über den Zustand des Körpers mitinbegriffen oder kann für 15 Euro durchgeführt werden.

www.touch-and-play.lu