CLAUDE KARGER

„Erst klingen die Glöckchen, dann klingelt die Haushaltskasse“, meinte die bereits weihnachtlich gestimmte „Wort“-Wochenrückblickerin am Samstag. Ihr ist beim Steuerreform-Gerangel in der „Chamber“ vergangene Woche aufgefallen, dass die CSV lediglich etwas rumgrummelte, „nur die Spaßbremse Roy Reding, die’s mit den Gesetzen nicht so genau nimmt, will niemandem den Geldsegen gönnen und meckert herum“. „Vielleicht weil er die Sache für sich durchgerechnet hat und festgestellt hat, dass die Regierung die Steuern an seinem Geldbeutel vorbei reformiert hat“, mutmasst die Erzbistumszeitung fies. Nun postete der ADR-Mann im Fratzenbuch, dass er froh sei für jeden, der weniger Steuern zahlen müsse. Aber natürlich sei die Reform nichts weiter als ein „politischer Schachzug“, der auch noch integral durch neue Schulden finanziert werden müsse. Dabei geht die Last der Staatsschulden zurück und keine neuen müssenaufgenommen werden. Dass die Staatsfinanzen heute weit besser dastehen als noch vor drei Jahren, wo die neue Regierung schnellstens Lösungen finden musste, um sie unter Kontrolle zu halten - was besonders die Ex-Kassenwarte von der CSV, die heute über sozial ungerechte Entscheidungen lavieren, tunlichst vergessen -, ist aber so was von spaßbremsig für Oppositionspolitiker, nicht wahr?