PASCAL STEINWACHS

Gerade einmal 19 Zeilen widmete die Erzbistumszeitung in ihrer gestrigen Printausgabe der Einigung von Blau-Rot-Grün auf ein neues Koalitionsdings, aber das hat wahrscheinlich damit zu tun, dass sie die Premier-Partei partout nicht leiden kann, wie auch am Leitartikel deutlich wird, wo von einem „blauen Luftschloss“ und der „Arroganz der Macht“ die Rede geht. Dem Verwaltungsratspräsidenten des „Wort“-Herausgebers, Luc Frieden, wird übrigens nachgesagt, den im Januar vakant werdenden Präsidentenposten bei der CSV im Auge zu haben, nachdem das mit dem EU-Kommissionsposten dank der Wahlschlappe seiner Partei nun doch nicht klappt. In der Erzbistumszeitung zu Ehren kam gestern mit Jeannot Krecké aber auch ein ehemaliger Mitminister von Frieden, der hier verrät, dass er sich 2012 freiwillig aus der Politik zurückgezogen hat, weil er „im Leben auch noch anderes tun“ wollte. Er sei jedoch „keiner, der sich im Garten beschäftigen und viel Spazierengehen kann“. Hmm,...

Dass deutsche Sprak, schwere Sprak ist, das zeigte gestern wieder einmal das „tageblatt“, das sein Interview mit dem neuen Esch-2022-Macher, Christian Mosar, mit einem „Was hat Sie dazu veranlagt (...)“ eröffnet. Vielleicht klappt‘s beim nächsten Mal...