PASCAL STEINWACHS

Da waren wir gerade einmal für einige wenige Tage außerhalb von zu Hause, und schon ist beim Zurückkommen nach dort mal wieder alles anders. Nicht nur, dass die Zahl der Covid-19-Positiven geradezu explodiert ist, was bei der zunehmenden Mir-doch-egal-ich-war-jetzt-lange-genug-eingesperrt-und-möchte-endlich-wieder-Spaß-Haltung eines Großteils der Bevölkerung aber kaum verwunderlich ist, nein, auch im Kulturleben hat sich so einiges getan, ist die Frau des Großherzogs doch unter die Vorleserinnen gegangen. An die Asselborn-Biografie „Merde alors!“ hat sie sich bislang zwar noch nicht getraut, aber dafür liest sie - unter der künstlerischen Leitung von Serge Tonnar -  die Feldmausfabel „D‘Maus Kätti“ (nicht zu verwechseln mit Speedy Gonzales) derart famos, wie das bislang noch keiner fertiggebracht hat.
Nur das „Tageblatt“ ist mal wieder nicht zufrieden, wirke die „Maus Kätti“ doch „wie der misslungene Versuch zweier ins Fegefeuer der Kritik  geratener öffentlicher Figuren, einen illusorischen Nutzen aus dem vermeintlichen Prestige des anderen zu ziehen“, wie der Leitartikler sich gestern ärgerte, wobei besonders Tonnar Saures bekam: „Zur Neuerfindung als Hofnarr fehlt Tonnar jetzt noch der Schellenkranz – die launenhafte Herrscherin hat er ja bereits gefunden“.  Fieser Möpp...