LUXEMBURG
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155. Kongress der „Union Grand-Duc Adolphe“ im Musikkonservatorium der Stadt Luxemburg

Im Musikkonservatorium der Stadt Luxemburg ging gestern Vormittag der 155. ordentliche Kongress der „Union Grand-Duc Adolphe“, den meisten besser unter dem Kürzel UGDA bekannt, über die Bühne. Und einmal mehr stand das Thema der Spenden an die UGDA im Mittelpunkt des Kongresses.

So wies UGDA-Präsidentin Martine Deprez gleich zu Beginn des Kongresses darauf hin, dass man seit 1990 über die „Uion Grand.-Duc Adolphe“ Spenden an angegliederte Vereine steuerlich absetzen kann. In einem Brief hatte die Steuerverwaltung im Oktober vergangenen Jahres die UGDA darüber informiert, dass nur Spenden, die den Aktivitäten der UGDA zugute kommen, von der Steuer abgesetzte werden dürfen. In anderen Worten: Die UGDA muss Nutznießerin der Spenden sein und nicht nur als „intermédiaire“ auftreten. Der Steuerverwaltung war zugetragen worden, dass in einem konkreten Fall einem Spender mitgeteilt worden war, seine Spende nicht direkt an den angliederten Verein zu überweisen, sondern an die UGDA, um in den Genuss der steuerlichen Vergünstigungen zu gelangen.

Auf die Tatsache, dass eine Spende nicht mehr an die UGDA überwiesen werden darf, will die „Union Grand-Duc Adolphe“ nun in drei Schritten vorgehen: Zuerst soll ein Brief von der UGDA an die Steuerverwaltung geschickt werden, an zweiter Stelle soll die Prozedur, diese Spenden in Zukunft über den Focuna („Fonds culturel national“) laufen zu lassen, überprüft werden und an dritter Stelle will die UGDA bis auf Weiteres noch Zertifikate in diesem Sinn ausstellen. UGDA-Kassierer André Heinen präzisierte in diesem Zusammenhang, dass im vergangenen Jahr 1.800 solcher Spenden gemacht wurden für einem Gesamtbetrag von etwas weniger als 320.000 Euro.

„Et deet mer leed, dass verschidde Leit - net vun der UGDA - heirauser wëlle Kapital schloen“, bedauerte denn auch Kulturstaatssektär Guy Arendt diese missliche Lage. Ferner teilte der Staatssekretär mit, dass bei einem Treffen am vergangenen 11. Januar eine Lösung gefunden werden konnte, die darauf abzielt, dass alle Musikvereine beim Focuna eine Zustimmung anfragen, die künftig alle zwei Jahre zu erneuern ist. Mit Ausnahme des Briefes die Vereinbarung betreffend wird sich an der Prozedur nichts ändern, sagte Kulturstaatssekretär Arendt. Das Einzige, was eintreten könnte, wäre seiner Meinung nach eine kleine zeitlich bedingte Verzögerung bei der Überweisung.