LUXEMBURG
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„Challenges“ manipulieren Jugendliche und Kinder: Wie Eltern damit umgehen können

Alle paar Monate häufen sich die gleichen Meldungen: Durch eine Challenge oder durch Kettenbriefe werden Jugendliche bis zur Selbstverletzung getrieben. Aktuell macht in diesem Kontext der sogenannte „Grusel Goofy“ von sich Reden. Dabei wird die vom „Ice Bucket“-Challenge bekannte Struktur imitiert. Man nimmt also so eine Herausforderung aus den sozialen Netzwerken oder per Messenger an, um sie zu erledigen und weitere Personen herauszufordern, dabei mitzumachen. Wie Mimikama.at dies beschreibt, hat der „Grusel Goofy“ hier den Zusatz einer gewaltigen Prise Horror. Wie das Portal schreibt, seien die ersten „Challenges“ noch ganz harmlos, würden sich allerdings schnell steigern und bald gefährlich werden. 

Kein neues Phänomen

Neu ist dieses Phänomen freilich nicht. Die sogenannte „Momo-Challenge“ sorgte ebenfalls in den vergangenen Jahren für viele Meldungen. Oft steckte dahinter nichts weiter als die Panik von Eltern. Dennoch sollte man solche „Challenges“ und Kettenbriefe nicht verharmlosen. Denn sie spielen mit den Ängsten von Kindern, die leichter zu beeinflussen sind. BEE SECURE etwa rät den Eltern, ihre Kinder über solche Kettenbriefe aufzuklären. Denn: „je jünger die Kinder sind, desto weniger können sie einschätzen, ob Kettenbriefe wahr sind“, so BEE SECURE auf ihrer Website.
Es sind nicht nur die Gewalt- und Todesdrohungen, sondern auch der enorme soziale Druck, der den Kindern zu schaffen macht. Die einzig richtige Umgangsweise mit den Kettenbriefen sei es, diese nicht weiterzuleiten und den Absender zu blockieren. Ihnen muss bewusst sein, dass sie jederzeit den Kontakt abbrechen können und nicht gezwungen sind, an einer Diskussion teilzunehmen. Auch sollen sie wissen, dass sie keine Angst haben müssen und dass das Verbreiten von Angst das Hauptziel solcher Accounts darstellt. Selbst wenn sie die Nachrichten nicht weiterverbreiten oder nicht an dem sogenannten Challenge teilnehmen, wird ihnen nichts passieren. Kinder sollten sich außerdem an eine erwachsene Person wenden, wenn sie von einem solchen Fall betroffen sind, damit diese reagieren können. Generell gilt die Regel: Eltern sollen nicht wegschauen, sich dafür interessieren, was ihre Kinder im Netz macht. Das gilt für die sozialen Netzwerke wie auch für Videos auf Youtube und ähnliches.  
Natürlich sind auch Erwachsene von diesen Phänomenen betroffen. Deshalb hält BEE SECURE auch hier Rat bereit. So sei es wichtig, kritisch zu bleiben, die Informationen zu hinterfragen und zu prüfen, von wem sie kommen und weshalb man sie geschickt bekommen hat. Man soll sich stets fragen, ob es nützlich ist, eine Information weiterzuleiten. Man ist nie gezwungen, etwas zu teilen.  
k Enthält eine Nachricht Drohungen, sollte man sich bei der Polizei melden. Mit Screenshots sollte man für Beweise sorgen. Weiterhelfen kann auch die BEE SECURE Helpline (8002 1234)