LUXEMBURG
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Neue Ausstellung von Suki Seokyeong Kang im Mudam - Sammlung des Museums wächst

Malerei, Skulptur, Installation, Video und Choreografie: Diese Elemente bringt Suki Seokyeong Kang in ihrer Kunst eng zusammen. In einer spielerischen Verknüpfung dieser Kunstformen entstehen veränderbare Installationen im Raum, in denen der Körper durch seine Positionierung und durch seine Bewegung eine zentrale Rolle einnimmt. Ab dem 31. August stellt die im Jahr 1977 in Seoul geborene Künstlerin im Skulpturengarten des Mudam aus. Ihre eigens für diesen Ort konzipierte Präsentation wird im Wesentlichen aus zwei Werken bestehen, die als Schenkungen die Sammlung des Museums bereichern werden.

Zwar sind Kangs Werke in formaler und konzeptueller Hinsicht eigenständig, doch werden sie von der Künstlerin sorgfältig so im Raum platziert, dass sie in der entstehenden ausgeglichenen Harmonie durch die gezielte Aktivierung einer Person in Bewegung versetzt werden können.

Traditionell koreanische handwerkliche Fertigkeiten

In ihr kreatives Arbeiten übernimmt sie auch traditionell koreanische handwerkliche Fertigkeiten, wie das Weben der so genannten Hwamunseok-Tanzteppiche, oder auch das Jeongganbo, eine auf Rastern aufbauende, alte koreanische Notenschrift. Auf Basis einer grafischen Formensprache - Linien, Oberflächen, Farben, Texturen - verbindet sie so die unterschiedlichen Dimensionen des sinnlich Wahrnehmbaren, des Sichtbaren, der Musik und des Tanzes.

Bei dieser eigens für den Skulpturengarten konzipierten Ausstellung stehen zwei Arbeiten im Mittelpunkt: „Grandmother Tower - tow #18-01“ und „Rove and Round - face, mate, belly, #18-01“, die um weitere Arbeiten ergänzt werden. Die erstgenannte ist ein abstraktes Bildnis ihrer Großmutter, deren gebückte Haltung und zögerliches Schreiten sie andeutet. Sie steht damit stellvertretend für die Art und Weise, in der die Künstlerin sich auf ihre persönliche Geschichte bezieht, in der die Gestalt der Großmutter auch für die tiefgreifenden sozialen und kulturellen Änderungen steht, denen die südkoreanische Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten ausgesetzt war.

Suki Seokyeong Kang ist Preisträgerin des Baloise Kunst-Preises 2018. Dieser vor 20 Jahren gegründete Preis zeichnet Nachwuchskünstler aus der Abteilung Statements auf der Kunstmesse Art Basel aus. Kang ist die vierte Künstlerin, deren Werke so als Schenkung der „Baloise Group“ die Mudam-Sammlung bereichern - eine Partnerschaft, die bereits seit 2015 besteht.

Mudam-Sammlung entwickelt sich weiter

Apropos rezente Schenkungen - ihnen und Leihgaben aus jüngerer Zeit wird ab dem 21. September eine Ausstellung im Untergeschoss gewidmet. Zwanzig vor kurzem in die Sammlung des Mudam aufgenommene Arbeiten werden gezeigt. Dadurch wird die Bedeutung, die Schenkungen und Dauerleihgaben von Kunstwerken für die Entwicklung des Museums haben, unterstrichen.

Im Foyer wird eine Auswahl der Schenkungen von Myriam und Jacques Salomon, die dem Mudam seit langen Jahren verbunden sind, zu sehen sein. In der Westgalerie wird sich ein Ensemble von sechzehn Werken finden, die der aus Luxemburg stammende New Yorker Kunstsammler Raymond J. Learsy den „American Friends of Mudam“ geschenkt hat und die dem Museum für eine Dauer von drei Jahren vermacht werden. In diesem Zusammenhang wird die Skulptur von Ian Hamilton Finlay (1925-2006) vom Frühjahr 2020 an im Park Dräi Eechelen zu finden sein.

In der zweiten Hälfte der Galerie wird eine der jüngsten Installationen von Sondra Perry (*1986,) gezeigt - ein Geschenk der Luxemburger Filiale der internationalen Anwaltsgesellschaft Allen & Overy. Dieser Neuzugang ist Teil einer langfristig angelegten Zusammenarbeit, die die Mudam-Sammlung auf den Gebieten der bewegten Bilder und der neuen Technologien voranbringen wird.

Mittlerweile über 700 Werke

Neben Werken von bereits in der Sammlung vertretenen Künstlern, wie Daniel Buren (*1938), Jack Goldstein (1945-2003), Wim Delvoye (1965) oder Michel Majerus (1967-2002), ergänzen diese bedeutenden Schenkungen und Leihgaben die Sammlung auf den Gebieten der konzeptuellen Fotografie, der französischen zeitgenössischen Kunst, der deutschen Malerei und der britischen Skulptur. Einige der vorgestellten Werke stammen im Übrigen aus den 1980er Jahren, einem zentralen Jahrzehnt für die Sammlung, die mittlerweile über 700 Werke ihr Eigen nennt und seit über zwanzig Jahren beständig wächst.

Weitere Informationen unter www.mudam.lu