ESCH/ALZETTE
GAST. SPECK

„House of BioHealth“ in Esch-Sommet eingeweiht - Neue Qualität der Wirtschaftsentwicklung

Gestern Morgen erfolgte im Beisein von Staatssekretärin Francine Closener, der Escher Bürgermeisterin Vera Spautz, dem Präsidenten des Gemeindesyndikats „ZARE“, Georges Engel, sowie weiteren Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Forschung, die offizielle Einweihung des ersten von drei identischen Gebäuden des „House of BioHealth“ in der nationalen Industriezone ZARE/Sommet in Esch/Alzette. Die Begrüßung der Gäste oblag Jean-Paul Scheuren, dem Präsidenten des „Luxembourg BioHealth Cluster“, die Institution, die in Partnerschaft mit dem Wirtschaftsministerium und den ZARE-Gemeinden Esch, Monnerich und Sassenheim dabei ist das Projekt zu verwirklichen.

Forschung in den Bereichen Biotechnologie, ICT und Umwelt

Von ihm war zu erfahren, dass das „House of BioHealth“ als erste private Institution ausschließlich Firmen aus den Bereichen Biotechnologie, ICT und Cleantech anspricht. Labor- und Büroflächen werden den interessierten Unternehmen zur Verfügung stehen, um ihnen den Start in Luxemburg zu vereinfachen und ihren Wachstum fördern. Insgesamt, so der Redner, würden bei der Fertigstellung der kompletten Infrastruktur 16.000 Quadratmeter, davon allein 10.000 Quadratmeter Laborfläche, für etwa 500 bis 700 Forscher und ihre Teams verfügbar sein.

Darüber hinaus wird Raum für Kommunikation und Austausch zur Genüge vorhanden sein. Somit soll ein Ambiente des kreativen und innovativen Arbeitens gefördert werden. Die Errichtung der Bauten, so Jean-Paul Scheuren, soll in drei Phasen je nach Bedarf erfolgen.

Eine neue Qualität

Staatssekretärin Francine Closener erinnerte an eine Zeit, wo nach krisenbedingten weltweiten Problemen der klassischen Industrien die Regierung damit begann, im großen Stil in die Entwicklung des Sektors Forschung und Entwicklung zu investieren. Das „House of Biohealth“ sei Teil der nationalen Strategie, die darauf fußt, in Luxemburg ein neues wirtschaftliches Standbein mit der Biotechnologie zu schaffen. Die Zusammenarbeit des Wirtschaftsministeriums und des ZARE mit privaten Investoren werde dazu beitragen, der wirtschaftlichen Entwicklung eine neue Qualität zu geben.

Wirtschaftliches Standbein der Südregion

Bürgermeisterin Vera Spautz wies auf das enorme wirtschaftliche Potenzial der Südregion hin. Das „House of Biohealth“ würde sich nahtlos in das Areal der „Cité des Sciences“ auf Belval und des zukünftigen Südspitals in ZARE/Sommet einfügen. Die wirtschaftliche Diversifizierung sei wichtig für die Dynamik der Stadt Esch, der Südregion und des ganzen Landes.

Georges Engel, Präsident des Trägersyndikates ZARE, unterstrich die Tatsache, dass sowohl Start-up Firmen als auch bestehende Betriebe Infrastrukturen vorfinden, wo sie die Entwicklung ihrer gesamten Aktivitäten an einer einzigen Adresse vorantreiben könnten. Im Jahre 2009 sei man erstmals auf das Projekt gestoßen. Das erste Teilstück sei nach Abänderung des Teilbebauungsplan nun bereits fertiggestellt und die ersten Mieter hätten vor kurzem die Räumlichkeiten beziehen und somit ein weiteres Glied in der Kette des Wissenschafts- und Wirtschaftszentrums ZARE schließen können.