LUXEMBURG
CLAUDE KARGER

„Wir sind als CSV nicht so verzweifelt, dass wir Haus und Hof verkaufen, damit jemand, der bei den letzten Chamberwahlen auf Platz 13 im Zentrum gelandet ist, Premierminister werden kann“, sagte Parteiboss Engel am Samstag dem „Wort“, das ihn über „das plumpe Koalitionswerben bei DP und LSAP“ befragte. Seither fragt sich jeder, was der Mann gegen Martine Mergen hat, wo deren politische Karriere doch als ziemlich abgeschlossen gilt. Oder gibt es da einen geheimen Plan? Im „Wort“ macht man sich jedenfalls schon Gedanken, ob die CSV nicht einen „Blick nach Rechts“ werfen wird, um sich aus der Opposition rauszuwühlen. „Auch wenn eine Annäherung an die ADR keine Pflicht ist, sollte sich die CSV nicht selbst unnötigen Denkverboten unterwerfen“, heißt es im Kardinalsblatt, wo ein paar Seiten zuvor der CSV-Chef „keine programmatische Grundlage für eine Zusammenarbeit“ sah. Aber: „Ob sich das bis zur Wahl 2023 ändert, müssen wir sehen; ich gehe aber nicht davon aus“. Grundsätzlich ist im Politzirkus alles drin. Um ihn zu verstehen sollten wir übrigens mehr „Spongebob“ gucken, immer „ein pädagogischer Moment von großer Qualität“ für Eltern und Kinder, wie ein Psychopädagoge dem „T“ erklärte. Fürwahr: Was in „Bikini Bottom“ so passiert, ist durchaus auf „Luxusbuerg“ übertragbar. Und Krabbenkörbe gibt’s hier natürlich auch zuhauf.