CLAUDE KARGER

Die „Wort“-Leitartiklerin fand gestern, die Regierungserklärung zur Lage der Nation - die Ausgabe 2017 ist ab heute 14.30 übrigens live und in Farbe auf ChamberTV zu sehen - sei was „aus dem vergangenen Jahrhundert und scheint mittlerweile etwas aus der Zeit gefallen“. Denn: Im schnellen digitalen Zeitalter müsse ohnehin quasi dauerreagiert werden. Und: „Die 90 Minuten reichen bestenfalls für einen oberflächlichen Streifzug durch die Politik“. Da hat sie wohl Recht, aber ist es nicht wichtig, dass der Premier einmal im Jahr innehält und die Gesamtsicht der Regierung auf die ihr wichtigen Themen zusammen fasst und ihre Prioritäten darlegt? Na, die Übung hat schon was, wahrscheinlich wird sie aber irgendwann mal anders an die Nation gebracht. Vielleicht bekommt einmal jeder auf Wunsch ein Hologramm des Staatsministers in die Stube oder ins Büro gebeamt? Diese Holos haben aber
immer noch irgendwie
was Gespenstisches, nicht wahr? A propos Geister: In der Reihe „Spooky tales of Luxembourg“ schrieb das englische Online-„Wort“ gestern über unheimliche Frauen und Katzen bei der Alzette in Ettelbrück. Wer was Gruseliges gesehen hat, soll sich melden, heißt es zum Schluss. Und was passiert, wenn man‘s tut? Wir fanden jedenfalls das Wesen auf der „T“-„Une“ (Dr. Macron & Ms. Marine?) ziemlich „spooky“. Brrr.