LUXEMBURG
PATRICK VERSALL

Sportler achten auf das, was auf den Teller kommt

Spitzensportler in Luxemburg passen genau auf, was auf ihren Teller kommt. Nur wenige der von uns befragten Sportler arbeiten allerdings mit Ernährungsplänen, die von Ernährungsberatern zusammengestellt wurden, oder benutzen Ernährungsergänzungsmittel. David Fiegen, Vize-Europameister auf den 800 Metern im Jahre 2006, achtete insbesondere vor den Wettkämpfen auf seine Ernährung. Richtige Ernährungspläne waren kein Thema für den ehemaligen Leistungssportler, der vor ein paar Wochen offiziell seine Karriere beendet hat. Natürlich habe er vor einem Rennen kein fettes Steak mit Soße gegessen, erklärt der Leichtathlet. Des Weiteren hat er während trainingsintensiven Phasen auf Lebensmittel mit Säure verzichtet wie zum Beispiel Tomaten. Der Escher hat in seiner Karriere das eine oder andere Mal Magnesiumtabletten eingenommen, Elektrolyte waren wichtig für ihn, Ernährungsergänzungsmittel weniger. Es sei ein heikles Thema, denn man wüsste nie so richtig, welche Stoffe diese Produkte enthalten würden, betont der ehemalige Leistungssportler.

Fachliteratur

Triathlet Bob Haller befolgt zurzeit keinen Ernährungsplan, hat aber während seiner Karriere bereits mit Ernährungsberatern zusammengearbeitet. Er interessiert sich aber sehr für gesunde Ernährung und liest auch Fachliteratur zum Beispiel über Gluten freie Ernährung. Er versuche, wenige Kohlenhydrate zu sich zu nehmen, unterstreicht der Nachwuchsathlet. 

Die A-Auswahl des Fußballverbands arbeitet mit Ernährungsberatern zusammen, einzelne Spieler bekommen Ernährungspläne erstellt. In der BGL-Ligue, der höchsten Fußballliga, sind Ernährungspläne ein Thema, sie werden allerdings nicht unbedingt von den Vereinen zusammengestellt. BGL-Ligue Trainer Patrick Grettnich vom Aufsteiger FC Una Strassen hat in seiner Trainerausbildung so manches über Sportlerernährung gelernt, er werde demnächst seinen Spielern ein Infoblatt mit Ernährungstipps austeilen, erklärt der ehemalige Spieler.